First Majestic Silver Aktie: San-Dimas-Streik drückt Silberproduktion im dritten Quartal
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- First Majestic produzierte im dritten Quartal 3,44 Millionen Unzen Silber – 11 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
- Ein Arbeitskonflikt beeinträchtigte San Dimas zwölf Tage; dort sank die Silberproduktion gegenüber dem Vorjahresquartal um 41 Prozent.
- Das Unternehmen darf vom 14. Oktober 2026 bis spätestens 13. Oktober 2027 bis zu zehn Millionen eigene Aktien zurückkaufen.
- Die Quartalsergebnisse und Angaben zur Dividende sollen am 5. November vor Börsenbeginn veröffentlicht werden.
Marktanalyse & Details
Rückgang bei Silber und Gold
Die vier produzierenden Minen in Mexiko lieferten im dritten Quartal zusammen 3,44 Millionen Unzen Silber und 29.552 Unzen Gold. Im Jahresvergleich entspricht das einem Rückgang von 11 beziehungsweise 17 Prozent. Auch gegenüber dem zweiten Quartal sank die Silberproduktion, und zwar um 9 Prozent. Bei Gold lag das Minus zum Vorquartal bei 15 Prozent.
Der größte Belastungsfaktor war San Dimas: Ein Arbeitskonflikt beeinträchtigte den Betrieb zwölf Tage lang. Die Mine produzierte 859.869 Unzen Silber und 10.386 Unzen Gold; im Vergleich zum Vorjahresquartal waren das 41 beziehungsweise 26 Prozent weniger. First Majestic führt den Rückgang vor allem auf niedrigere Gehalte und weniger frisches Erz im Durchsatz zurück.
Die Entwicklung fiel je nach Betrieb unterschiedlich aus. La Encantada steigerte die Silberproduktion im Jahresvergleich um 68 Prozent auf 967.067 Unzen. In Santa Elena sank sie um 11 Prozent, während Los Gatos mit niedrigeren Silbergehalten und leicht schwächeren Blei- und Zinkausbeuten zu kämpfen hatte. Insgesamt verkaufte First Majestic 3,5 Millionen Unzen Silber, gegenüber 3,4 Millionen im zweiten Quartal.
Rückkaufprogramm und operative Vorhaben
Das erneuerte Rückkaufprogramm ermöglicht Käufe von bis zu zehn Millionen Aktien, rund 2 Prozent der zum 30. September ausstehenden Aktien. Die erworbenen Aktien sollen eingezogen werden. Im vorherigen Programm kaufte das Unternehmen 1,7 Millionen Aktien zurück. Die neue Obergrenze ist eine Ermächtigung und keine Zusage, das gesamte Volumen tatsächlich auszuschöpfen; Käufe hängen laut Unternehmen von den Marktbedingungen ab.
Die Erweiterungen in Santa Elena und Los Gatos sollen nach Unternehmensangaben planmäßig vorankommen. Bei Los Gatos strebt das Management in der zweiten Jahreshälfte 2026 einen nachhaltigen Durchsatz von 4.000 Tonnen pro Tag auf 100-Prozent-Basis an. Für die Wiederaufnahme der Goldmine Jerritt Canyon bleibt die Produktionsaufnahme in der zweiten Jahreshälfte 2027 das Ziel.
Analysten-Einordnung: Die Quartalszahlen zeigen, wie stark ein einzelner Arbeitskonflikt die Produktion eines Minenkonzerns belasten kann. Der kräftige Zuwachs in La Encantada mildert den Rückgang, gleicht den Einbruch in San Dimas aber nicht aus. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Beilegung des Konflikts und die Rückkehr zu stabilen Abläufen zentrale Beobachtungspunkte sind. Das Rückkaufprogramm kann die Aktienzahl reduzieren, ersetzt jedoch weder eine operative Erholung noch Aussagen zu Kosten und Gewinn: Die Finanzergebnisse für das Quartal stehen noch aus.
Fazit & Ausblick
First Majestic will die ungeprüften Finanzergebnisse für das dritte Quartal sowie Details zur Dividende am 5. November 2026 vor Börsenbeginn bekannt geben. Für denselben Tag ist eine Telefonkonferenz angesetzt. Bis dahin dürften insbesondere die Entwicklung in San Dimas, die Produktionsleistung der übrigen Minen und die Umsetzung der Erweiterungs- und Wiederanlaufpläne für die Einordnung der Quartalszahlen entscheidend sein.
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