Ferrari N.V. Aktie: Gewinnprognose steigt nach starkem dritten Quartal erneut
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Ferrari steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 7 Prozent auf 1,90 Milliarden Euro.
- Das bereinigte Ergebnis je Aktie übertraf die Schätzung mit 2,44 Euro um 8 Cent.
- Für 2026 erwartet Ferrari nun mindestens 7,65 Milliarden Euro Umsatz und 9,85 Euro bereinigtes EPS.
- Der Auftragsbestand reicht bis 2028, obwohl die Auslieferungen in China, Hongkong und Taiwan deutlich nachgaben.
Marktanalyse & Details
Gewinn wächst stärker als der Umsatz
Ferrari erzielte im dritten Quartal 1,90 Milliarden Euro Umsatz, nach 1,77 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 2,44 Euro und damit über der Marktschätzung von 2,36 Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg um 12 Prozent auf 753 Millionen Euro; der Nettogewinn legte um 13 Prozent auf 431 Millionen Euro zu.
Die Auslieferungen gingen leicht auf 3.368 Fahrzeuge zurück. Besonders schwach entwickelten sich die Verkäufe in China, Hongkong und Taiwan. Höhermargige Fahrzeuge und individuelle Ausstattungen stützten laut Unternehmensangaben die Geschäftsentwicklung und halfen, den Rückgang beim Volumen auszugleichen.
Prognose erneut angehoben
Für das Gesamtjahr 2026 stellt Ferrari nun mindestens 7,65 Milliarden Euro Umsatz in Aussicht, gegenüber zuvor mindestens 7,60 Milliarden Euro. Die Mindestprognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie steigt von 9,68 auf 9,85 Euro. Beim bereinigten EBITDA erwartet der Konzern mindestens 3,00 Milliarden Euro, nach zuvor 2,97 Milliarden Euro.
Analysten-Einordnung: Die Anhebung fällt gemessen an der bereits hohen Ausgangsbasis moderat aus. Dass Ferrari trotz leicht niedrigerer Auslieferungen Umsatz und Gewinn steigert, deutet darauf hin, dass Modellmix, Preise und Personalisierungen derzeit wichtige Ertragstreiber sind. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die robuste Nachfrage und der bis 2028 reichende Auftragsbestand geben Planungssicherheit, während die Schwäche in Teilen Asiens und das begrenzte Ausmaß der Prognoseanhebung Beobachtungspunkte bleiben.
Die Aktie reagierte im Tagesverlauf zunächst deutlich wechselhaft. An der Börse in Mailand stand sie zeitweise mehr als 4 Prozent im Minus, bevor sie ins Plus drehte. Auf Lang & Schwarz lag der Kurs am 3. November um 15:33 Uhr bei 370,60 Euro und damit 2,92 Prozent über dem Vortagesschluss.
Fazit & Ausblick
Ferrari verbindet ein über den Erwartungen liegendes Quartal mit einer weiteren, allerdings kleinen Anhebung der Jahresziele. Zwei zusätzliche Modellvorstellungen sind noch für dieses Jahr angekündigt; der bis 2028 reichende Auftragsbestand stützt den Ausblick. Entscheidend wird sein, ob Ferrari die starke Profitabilität trotz regionaler Absatzschwäche halten kann.
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