ENI Aktie: Goldman hebt Kursziel nach starkem Quartal auf 29 Euro
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Goldman Sachs erhöht am 26. Oktober das Kursziel für ENI von 28 auf 29 Euro und bestätigt die Kaufempfehlung.
- Im dritten Quartal stieg der bereinigte Nettogewinn auf 2,8 Milliarden Euro und übertraf die Analystenerwartung von 2,5 Milliarden Euro.
- ENI stockt den Aktienrückkauf 2026 auf 3,8 Milliarden Euro auf und plant eine Sonderdividende von 0,46 Euro je Aktie.
- Die Prognose für den operativen Cashflow 2026 steigt von 15,3 auf 16,5 Milliarden Euro.
Marktanalyse & Details
Goldman hebt Kursziel an – Analysten bleiben uneinig
Goldman Sachs setzt das Kursziel für die ENI-Aktie auf 29 Euro herauf, zuvor waren es 28 Euro. Die Einstufung bleibt „Kaufen“. Auch andere Häuser erhöhten zuletzt ihre Ziele: Die DZ Bank nennt 31 Euro und empfiehlt den Kauf, während Oddo BHF das Ziel auf 26,50 Euro anhob, aber bei „Neutral“ blieb. Die Spanne der Einschätzungen zeigt, dass die Erwartungen an ENI trotz der jüngsten Ergebnisstärke auseinandergehen.
Gewinn kräftig gestiegen, Umsatz unter Prognose
Im dritten Quartal 2026 erzielte ENI einen bereinigten Nettogewinn von 2,801 Milliarden Euro, ein Plus von 124,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der ausgewiesene Nettogewinn erreichte 3,205 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 39,4 Prozent auf 25,65 Milliarden Euro, blieb damit jedoch unter der Analystenschätzung von 29,84 Milliarden Euro. Die Öl- und Gasförderung erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 1,829 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag; organisch lag der Zuwachs bei 7 Prozent.
Mehr Mittel für Aktionäre und höhere Cashflow-Prognose
ENI plant eine Sonderdividende von 0,46 Euro je Aktie, die insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro umfasst. Zusätzlich erhöhte der Konzern sein Rückkaufprogramm für 2026 von 3,4 auf 3,8 Milliarden Euro. Für November ist außerdem die zweite Tranche der regulären Jahresdividende von 0,27 Euro je Aktie vorgesehen: Ex-Tag ist der 23. November, die Auszahlung soll am 25. November erfolgen.
Der Konzern hob zugleich seine Prognose für den operativen Cashflow im Gesamtjahr 2026 auf 16,5 Milliarden Euro an, nach zuvor 15,3 Milliarden Euro. Die hohen Ölpreise und bessere Raffineriemargen stützten die Ergebnisse; zugleich baute ENI die Förderung aus.
Analysten-Einordnung: Die Zielanhebung von Goldman ist angesichts des Gewinnsprungs und der verbesserten Cashflow-Erwartung nachvollziehbar. Sie fällt mit einem Euro mehr gegenüber dem vorherigen Kursziel allerdings moderat aus. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die operative Stärke und die umfangreichen Ausschüttungen sind positive Signale, doch ein Teil der Ertragsdynamik hängt an hohen Energiepreisen und Raffineriemargen. Die abweichenden Kursziele und Ratings mahnen daher, die Risiken eines möglichen Rückgangs dieser Faktoren mitzudenken.
Fazit & Ausblick
Der nächste Prüfstein ist, ob ENI die höhere Cashflow-Prognose im Gesamtjahr erreicht und die angekündigten Ausschüttungen wie geplant umsetzt. Für die weitere Entwicklung der Aktie bleiben zudem Ölpreise, Raffineriemargen und Fördermengen entscheidend. Das erhöhte Kursziel von Goldman bestätigt den positiven Blick auf ENI, signalisiert aber für sich genommen keinen einhelligen Analystenkonsens.
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