Eli Lilly & Aktie: Umsatzprognose steigt dank Mounjaro und Zepbound
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Eli Lilly steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 39 Prozent auf 24,4 Milliarden US-Dollar.
- Mounjaro erzielte 10,72 Milliarden Dollar Umsatz, Zepbound 5,35 Milliarden Dollar.
- Für 2026 erwartet der Konzern nun 91 bis 92 Milliarden Dollar Umsatz, senkte aber die bereinigte EPS-Prognose auf 35 bis 36 Dollar.
- Das Medicare-Bridge-Programm und Foundayo stützen den Ausbau des GLP-1-Geschäfts.
Marktanalyse & Details
Starkes Quartal, aber unterschiedliche Signale bei der Prognose
Eli Lilly profitiert weiter von der hohen Nachfrage nach seinen Diabetes- und Adipositasmitteln. Im dritten Quartal stieg der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 39 Prozent auf 24,4 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn legte um gut 15 Prozent auf rund 6,5 Milliarden Dollar zu. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um sieben Prozent auf 7,48 Dollar.
- Mounjaro: Umsatzplus von 65 Prozent auf 10,72 Milliarden Dollar.
- Zepbound: Umsatzplus von 49 Prozent auf 5,35 Milliarden Dollar.
- Der US-Umsatz von Mounjaro wuchs um 41 Prozent auf 5 Milliarden Dollar; außerhalb der USA stieg er um 93 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar.
Nach dem Quartal hob Lilly die Umsatzprognose für 2026 auf 91 bis 92 Milliarden Dollar an. Zugleich senkte das Unternehmen die Erwartung für den bereinigten Gewinn je Aktie auf 35 bis 36 Dollar. Als Belastung gelten unter anderem hohe Forschungsaufwendungen; die Anpassung zeigt, dass stärkeres Umsatzwachstum nicht automatisch im gleichen Tempo beim Ergebnis ankommt.
Medicare-Zugang und neue Produkte
Ein zusätzlicher Wachstumstreiber ist das im Juli gestartete Bridge-Programm, über das bestimmte Medicare-Versicherte Zugang zu GLP-1-Präparaten erhalten können. Nach Angaben des Unternehmens beginnen sieben von zehn neuen Teilnehmenden des Programms ihre Behandlung mit einem Lilly-Medikament. Lilly sieht darin weiteres Potenzial, weist aber auch auf Preisdruck hin. Zudem gewinnt die orale Abnehmpille Foundayo nach Unternehmensangaben an Zugkraft.
Analysten-Einordnung: Die angehobene Umsatzspanne signalisiert, dass Lilly die Nachfrage und den Zugang zu seinen GLP-1-Präparaten derzeit stärker einschätzt als zuvor. Die gleichzeitig gesenkte EPS-Prognose mahnt jedoch zur Vorsicht: Forschungskosten und Preisdruck können einen Teil des zusätzlichen Umsatzes aufzehren. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben dem Absatzwachstum zunehmend die Margen und die Umsetzung der Produktpipeline entscheidend werden.
Aktienreaktion
Die Eli-Lilly-Aktie notierte am 30. Oktober 2026 bei 1.276 Euro und lag damit 3,52 Prozent im Plus. Die positive Reaktion passt zur erhöhten Umsatzprognose, ändert aber nichts daran, dass die Gewinnzielsenkung ein wichtiges Gegengewicht für die Bewertung bleibt.
Fazit & Ausblick
Im weiteren Jahresverlauf stehen die Entwicklung der GLP-1-Verkäufe, die Nutzung des Bridge-Programms und die Profitabilität im Fokus. Die aktualisierte Umsatzspanne von 91 bis 92 Milliarden Dollar setzt eine hohe Messlatte; entscheidend wird sein, ob Lilly das Wachstum trotz Preis- und Forschungskostendruck in steigende Gewinne übersetzen kann.
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