Disney Aktie: Infinity Vision soll IMAX im Premiumkino Konkurrenz machen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Disney wirbt bei anderen Filmstudios für sein im April gestartetes Premiumkino-Format Infinity Vision.
- Das Zertifikat bündelt bestehende Großleinwand-Angebote und könnte so mit IMAX konkurrieren.
- Einige Studios wollen offenbar erst die Vermarktung von „Avengers: Doomsday“ abwarten.
- Disney hat mögliche Lizenz- oder weitere Einnahmen aus der Initiative bislang nicht offengelegt.
Marktanalyse & Details
Disney will das Format über eigene Filme hinaus etablieren
Disney soll Gespräche mit Paramount Pictures, Universal Pictures, Lionsgate und Sony Pictures geführt haben, um weitere Studios für Infinity Vision zu gewinnen. Das Programm zertifiziert Kinosäle anhand von Kriterien wie Leinwandgröße, Bildqualität und Ton. Es bündelt damit bestehende Premiumformate von Kinoketten, statt – wie IMAX – auf ein eigenes Projektionssystem und eigene Kameratechnik zu setzen. Disney hat die Gespräche bislang nicht bestätigt.
Die Strategie könnte dem Konzern ermöglichen, die Präsentation großer Filme stärker zu beeinflussen, ohne selbst umfangreich in Kinotechnik investieren zu müssen. Ob daraus direkte Erlöse etwa durch Lizenzierungen entstehen, ist offen. Einige Studios warten den Berichten zufolge zunächst ab, wie das Marketing für „Avengers: Doomsday“ wirkt, das am 18. Dezember starten soll.
IMAX bleibt mit etabliertem Netzwerk im Vorteil
Der Markt reagierte auf die Konkurrenzspekulationen mit deutlichen Schwankungen bei IMAX: Die Aktie gab nach einem zwischenzeitlichen Tageshoch kräftig nach und erholte sich später teilweise. Disney-Aktien legten im Handel rund 2,2 Prozent zu. Der Kursausschlag bei IMAX zeigt, dass Anleger die mögliche Ausweitung von Infinity Vision als Wettbewerbsrisiko wahrnehmen – noch ist daraus jedoch kein belegter Verlust von Aufträgen oder Marktanteilen abzuleiten.
IMAX bringt ein etabliertes Kinonetzwerk, Beziehungen zu Filmschaffenden und proprietäre Technik mit. Zudem meldete das Unternehmen zuletzt ein Umsatzplus von 12 Prozent und einen Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie um 65 Prozent. Disney verzeichnete im jüngsten Quartal 7 Prozent mehr Umsatz und einen Zuwachs des bereinigten Gewinns je Aktie um 28 Prozent; das Filmgeschäft entwickelte sich dabei uneinheitlich.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Disney zunächst auf Reichweite und Markenstandardisierung statt auf eigene Hardware setzt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine strategische Option, aber noch keinen gesicherten neuen Wachstumstreiber: Entscheidend wird, ob konkurrierende Studios das von Disney kontrollierte Format übernehmen und ob daraus messbare Erlöse oder eine stärkere Position gegenüber Kinobetreibern entstehen. Ohne breite Beteiligung dürfte Infinity Vision vor allem ein Vermarktungsinstrument für Disney-Filme bleiben.
Fazit & Ausblick
Der nächste wichtige Prüfstein ist die Aufnahme von „Avengers: Doomsday“ am 18. Dezember. Daran könnte sich zeigen, ob Infinity Vision bei Publikum und Kinobetreibern Zugkraft entwickelt. Für einen dauerhaften Angriff auf IMAX braucht Disney jedoch die Unterstützung anderer Studios – und bislang ist weder deren endgültige Beteiligung noch ein konkretes Geschäftsmodell öffentlich bestätigt.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.