Delta Air Lines Aktie: Gewinnprognose sinkt wegen teurerem Kerosin deutlich
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Delta senkt die bereinigte EPS-Prognose für 2026 von 6,50–7,50 auf 5,10–5,60 US-Dollar.
- Für das Gesamtjahr rechnet die Airline mit 6 Milliarden US-Dollar höheren Treibstoffkosten.
- Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 21 Prozent auf 20,2 Milliarden US-Dollar, das Betriebsergebnis sank um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden.
- Delta erwartet nun rund 2,5 Milliarden US-Dollar Free Cashflow statt zuvor 3 bis 4 Milliarden.
Marktanalyse & Details
Steigende Kerosinkosten drücken den Ausblick
Delta Air Lines rechnet für 2026 nur noch mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 5,10 bis 5,60 US-Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen 6,50 bis 7,50 US-Dollar in Aussicht gestellt. Als wesentlichen Belastungsfaktor nennt die Fluggesellschaft höhere Treibstoffkosten: Für das Gesamtjahr erwartet sie dadurch einen zusätzlichen Aufwand von rund 6 Milliarden US-Dollar.
Für das Schlussquartal kalkuliert Delta mit einem Kerosinpreis von 4,25 US-Dollar je Gallone, nach 3,61 US-Dollar im Vorquartal. Zugleich bleibt die Nachfrage laut Unternehmenschef Ed Bastian hoch. Für das vierte Quartal erwartet Delta ein Umsatzwachstum von ungefähr 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Umsatzwachstum reicht nicht für höhere Erträge
Im dritten Quartal erreichte der Umsatz 20,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 21 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Höhere Ticketpreise stützten die Erlöse. Die Kosten legten jedoch stärker zu: Das Betriebsergebnis ging um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden US-Dollar zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,72 US-Dollar und damit unter den Markterwartungen von rund 1,76 bis 1,77 US-Dollar.
- Bereinigte EPS-Prognose 2026: 5,10 bis 5,60 US-Dollar, zuvor 6,50 bis 7,50 US-Dollar
- Free-Cashflow-Ausblick 2026: rund 2,5 Milliarden US-Dollar, zuvor 3 bis 4 Milliarden
- Für das Schlussquartal angesetzter Kerosinpreis: 4,25 US-Dollar je Gallone
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Delta die höheren Ticketpreise und die robuste Nachfrage derzeit nicht schnell genug in zusätzliche operative Erträge umsetzen kann, um den kräftigen Kostenschub auszugleichen. Die gekürzte Free-Cashflow-Prognose zeigt zudem, dass die Belastung nicht nur die Gewinnrechnung, sondern auch den erwarteten finanziellen Spielraum trifft. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der Nachfrage vor allem die weitere Entwicklung der Treibstoffpreise und Deltas Fähigkeit zur Weitergabe dieser Kosten entscheidend werden.
Aktienreaktion
Die Delta-Aktie geriet nach der Prognosesenkung unter Druck. Im vorbörslichen US-Handel wurde zunächst ein Rückgang von rund 2,6 Prozent gemeldet. Der angegebene Kurs an der Lang & Schwarz Exchange lag am 9. Oktober um 13:29 Uhr bei 70,62 Euro und damit 3,5 Prozent unter dem Vortagesschluss.
Fazit & Ausblick
Delta hält an der Einschätzung fest, dass die Nachfrage stark ist, muss aber die Jahresziele wegen des teureren Kerosins deutlich zurücknehmen. Im Fokus steht nun, ob höhere Preise und ein diszipliniertes Kapazitätsmanagement die Kostenbelastung begrenzen können. Entscheidend für die nächsten Quartale sind die Treibstoffpreisentwicklung und die Umsetzung des deutlich niedrigeren Gewinn- und Cashflow-Ausblicks.
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