Evonik Industries Aktie: BASF erwägt höhere Übernahmeofferte
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- BASF prüft einem Bericht zufolge ein verbessertes freiwilliges Übernahmeangebot für Evonik.
- Am Freitag beraten das Kuratorium der RAG-Stiftung und laut Berichten auch der BASF-Aufsichtsrat.
- Die RAG-Stiftung hält 43 Prozent an Evonik und ist damit größter Anteilseigner.
- Evonik setzt dem möglichen Verkauf Investitionspläne und Renditeversprechen entgegen.
Marktanalyse & Details
Übernahmegespräche bleiben offen
Im Ringen um Evonik könnte BASF nachlegen: Der Chemiekonzern erwägt Berichten zufolge ein höheres freiwilliges Übernahmeangebot. Eine Offerte von 22,15 Euro je Aktie soll bereits im Raum gestanden haben. Ein Abschluss oder ein konkretes neues Angebot ist damit jedoch nicht bestätigt.
Am Freitag kommt das Kuratorium der RAG-Stiftung zusammen. Die Stiftung bestätigte den Sitzungstermin; auch eine Beratung des BASF-Aufsichtsrats wurde berichtet. Mit einem Anteil von 43 Prozent ist die RAG-Stiftung für die Zukunft Evoniks ein zentraler Faktor. Zugleich wächst der politische Druck rund um einen möglichen Verkauf.
Evonik wirbt für Eigenständigkeit
Evonik versucht, einen Verkauf durch eigene Perspektiven weniger attraktiv erscheinen zu lassen. Dazu gehören geplante Investitionen in Nordrhein-Westfalen, Renditeversprechen an Investoren und die Prüfung möglicher Zukäufe. Ob diese Strategie die RAG-Stiftung überzeugt, ist offen.
Am 9. Oktober notierte die Evonik-Aktie um 11:18 Uhr bei 21,26 Euro und lag damit 1,43 Prozent im Plus; seit Jahresbeginn betrug der Anstieg 59,49 Prozent. Die Bewegung passt zu einer erhöhten Übernahmefantasie, belegt aber weder ein verbindliches Angebot noch dessen Annahmewahrscheinlichkeit.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt mögliche Nachbesserungen einpreist, während die entscheidenden Bedingungen noch ungeklärt sind. Ein berichteter Angebotspreis von 22,15 Euro läge über dem genannten Kurs, wäre aber keine gesicherte Untergrenze. Die Einschätzung, ein Preis von 24 bis 25 Euro sei denkbar, bleibt eine Analystenüberlegung und ist kein bestätigter BASF-Vorschlag. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die Aktie kann stark auf neue Verhandlungsdetails reagieren; zugleich bleibt das Risiko, dass kein Angebot zustande kommt oder die Parteien sich nicht einigen.
Fazit & Ausblick
Die Beratungen von RAG-Stiftung und BASF könnten Hinweise auf den weiteren Kurs der Gespräche liefern. Ein verbindlicher Zeitplan oder eine bestätigte neue Offerte liegt bislang nicht vor. Für die Aktie bleiben daher sowohl die mögliche Höhe eines Angebots als auch die Haltung des größten Evonik-Anteilseigners die entscheidenden Unbekannten.
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