Cleveland-Cliffs Aktie: Stelco meldet Erfüllung aller 34 Kanada-Auflagen
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Cleveland-Cliffs zufolge erfüllt die Tochter Stelco alle 34 Auflagen, die mit der Übernahme nach Kanadas Investment Canada Act verbunden sind.
- Für die laufende Berichtsperiode erwartet Stelco im gewerkschaftlich organisierten Bereich durchschnittlich mindestens 1.879 Vollzeitäquivalente – 113 mehr als vorgeschrieben.
- In Hamilton sind weiterhin 175 Beschäftigte vorübergehend freigestellt; Stelco hat am 23. Oktober ein Treffen mit Industrieministerin Melanie Joly beantragt.
- Nach dem Ende der Berichtsperiode am 31. Oktober soll Stelco den Compliance-Bericht aktualisieren.
Marktanalyse & Details
Stelco sieht Auflagen erfüllt
Cleveland-Cliffs teilte am 26. Oktober mit, dass Stelco dem kanadischen Industrieministerium einen aktualisierten Bericht zur Einhaltung der Übernahmezusagen übermittelt hat. Das Unternehmen und seine Rechtsberater hätten sämtliche Verpflichtungen geprüft. Das Ergebnis laut Cleveland-Cliffs: Stelco halte alle 34 Zusagen ein und gehe in mehreren Bereichen darüber hinaus.
Bei den Beschäftigungszusagen erwartet Stelco für den aktuellen Berichtszeitraum durchschnittlich mindestens 1.879 Vollzeitäquivalente im gewerkschaftlich organisierten Bereich. Die Vorgabe liegt bei 1.766. Bei den Angestellten rechnet das Unternehmen mit mindestens 627 Vollzeitäquivalenten gegenüber einer Mindestanforderung von 603.
Gespräch über Hamilton steht aus
Die höheren Durchschnittswerte bedeuten nicht, dass die Beschäftigungssituation in Hamilton bereits vollständig gelöst ist: Laut Cleveland-Cliffs sind dort 175 Beschäftigte vorübergehend freigestellt. Stelco beantragte am 23. Oktober ein Treffen zwischen CEO Lourenco Goncalves und Ministerin Joly, um über eine Rückkehr zur vollen Beschäftigung zu sprechen. Zum Zeitpunkt der Mitteilung habe die Ministerin noch nicht auf die Anfrage geantwortet.
Ein weiterer Punkt betrifft Stelcos Zusage zur handelspolitischen Interessenvertretung. Cleveland-Cliffs verweist dabei auf die Verpflichtung, gegen chinesische Subventionen für Elektrofahrzeuge und chinesische Investitionen in Kanada einzutreten. Das Unternehmen erklärte, die Umsetzung dieses Ziels sei durch eine veränderte kanadische Politik zu chinesischen Elektrofahrzeugen komplizierter geworden. Zudem sieht es anhaltende Importe von nicht für die Automobilindustrie bestimmtem verzinktem Stahl als Belastung für den kanadischen Markt.
Analysten-Einordnung: Die gemeldete Einhaltung der Übernahmeauflagen verringert zunächst das Risiko, dass Stelco wegen dieser Verpflichtungen unter zusätzlichen regulatorischen Druck gerät. Für Anleger ist jedoch entscheidend, dass die über den Mindestwerten liegenden Beschäftigungsprognosen nicht mit einer vollständigen Rückkehr der 175 vorübergehend freigestellten Beschäftigten gleichzusetzen sind. Das beantragte Gespräch und die Entwicklung in Hamilton bleiben daher operative und politische Unsicherheitsfaktoren.
Fazit & Ausblick
Stelco will den Compliance-Bericht nach dem Ende des aktuellen Berichtszeitraums am 31. Oktober aktualisieren, wie es das Investment Canada Act vorsieht. Dabei dürften sowohl die Einhaltung der Zusagen als auch die Beschäftigungssituation in Hamilton im Fokus stehen. Ein konkreter Termin für das von Stelco beantragte Treffen mit Ministerin Joly wurde nicht genannt.
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