Citigroup Aktie: TD Cowen senkt Kursziel, hält aber an Kaufempfehlung fest
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- TD Cowen senkt das Kursziel für Citigroup von 150 auf 148 US-Dollar und bestätigt die Kaufempfehlung.
- Die Bank hebt die EPS-Schätzung für 2026 an, reduziert aber die Prognose für 2027.
- Keefe, Bruyette & Woods bekräftigt Outperform und ein Kursziel von 159 US-Dollar.
- Beide Analysten sehen die jüngste Kursreaktion nach den Quartalszahlen als überzogen an.
Marktanalyse & Details
TD Cowen passt Schätzungen und Kursziel an
TD-Cowen-Analyst Scott Siefers hat das Kursziel für die Citigroup-Aktie auf 148 US-Dollar von zuvor 150 US-Dollar gesenkt. Die Einstufung bleibt Buy. Nach den Q3-Zahlen und aktualisierten Vorgaben hob er seine EPS-Schätzung für 2026 von 11,39 auf 11,49 US-Dollar an. Für 2027 senkte er sie dagegen von 13,06 auf 12,87 US-Dollar. Das neue Kursziel entspricht laut Analyst rund dem 11-Fachen seiner 2027er Gewinnschätzung.
Siefers bezeichnete den Rückgang der Aktie nach den Ergebnissen als Reaktion auf mögliche Schwäche im kommenden Quartal, die er jedoch für übertrieben hält. Die Aktie hatte nach Veröffentlichung der Zahlen zeitweise rund 6 Prozent verloren.
KBW bleibt bei Outperform
Auch Keefe, Bruyette & Woods hält an einer positiven Einschätzung fest: Analyst Christopher McGratty bestätigte Outperform und ein Kursziel von 159 US-Dollar. Er erhöhte seine Schätzung für 2026, ließ die Prognosen für 2027 und 2028 aber unverändert. Als Begründung nannte er die weiterhin intakte mehrjährige Verbesserung der Eigenkapitalrendite. Seine Bewertung basiert unter anderem auf dem 9,5-Fachen des für 2027 erwarteten Gewinns je Aktie.
Der positive Analystenton folgt auf ein starkes drittes Quartal: Citigroup steigerte die Erträge um knapp 8 Prozent auf 23,85 Milliarden US-Dollar und den Nettogewinn um mehr als ein Drittel auf 5,2 Milliarden US-Dollar. Der Anleihehandel trug wesentlich zum Ergebnis bei. Zugleich richtet sich der Blick auf mögliche Belastungen im nächsten Quartal und auf die von Citi angesprochenen Phasen, in denen die Kosten stärker wachsen könnten als die Erträge.
Analysten-Einordnung: Die beiden Einschätzungen zeigen, dass die kurzfristige Unsicherheit die längerfristige Erholungsthese bislang nicht verdrängt hat. Die Anpassungen bei TD Cowen fallen gemischt aus: höhere Gewinnerwartung für 2026, aber ein niedrigerer Ansatz für 2027. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Kaufargumente weiterhin stark an der erwarteten Verbesserung der Eigenkapitalrendite hängen – und daran, ob Citi den schwächeren Quartalsausblick begrenzen kann. Kursziele bleiben Analystenschätzungen und sind keine Garantie für die weitere Kursentwicklung.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt stehen nun die Entwicklung der Erträge und Kosten im nächsten Quartal sowie Citigroups Fortschritte bei der Eigenkapitalrendite. Das Management erwartet für das Gesamtjahr eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von mehr als 11 Prozent; mittelfristig nennt es 14 bis 15 Prozent als Zielspanne. Ob diese Perspektive trägt, dürfte entscheidend dafür sein, ob die jüngste Kursschwäche tatsächlich eine Gelegenheit oder ein Hinweis auf anhaltende Unsicherheit ist.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.