Campbell's-Aktie fällt 6,26 %: Schwacher Ausblick, Dividende um 36 % gekürzt

Campbell's Co., The AI Generated

Kurzüberblick

  • Campbell's erreicht im vierten Quartal 2026 beim bereinigten EPS mit 0,39 US-Dollar und beim Umsatz von rund 2,14 Mrd. US-Dollar die Erwartungen.
  • Für das Geschäftsjahr 2027 stellt das Unternehmen ein bereinigtes EPS von 1,65 bis 1,80 US-Dollar sowie einen Umsatzrückgang von 2 bis 4 Prozent in Aussicht.
  • Der Verwaltungsrat senkt die Quartalsdividende um 36 Prozent auf 0,25 US-Dollar je Aktie, um den Schuldenabbau zu beschleunigen.
  • Campbell's plant bis zum Geschäftsjahr 2030 Kosteneinsparungen von 500 Mio. US-Dollar; die Aktie verliert an der Lang & Schwarz Exchange 6,26 Prozent.

Marktanalyse & Details

Quartalszahlen treffen Erwartungen, Gesamtjahr bleibt schwach

Campbell's meldete für das vierte Quartal einen Umsatz von rund 2,14 Mrd. US-Dollar und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,39 US-Dollar. Beide Werte entsprachen den Erwartungen. Für das Geschäftsjahr 2026 fiel der Umsatz jedoch auf 9,744 Mrd. US-Dollar, ein Rückgang von 5 Prozent im Jahresvergleich. Organisch sanken die Erlöse um 2 Prozent. Das bereinigte EPS ging um 27 Prozent auf 2,17 US-Dollar zurück.

Ausblick für 2027 liegt unter dem Konsens

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Campbell's ein bereinigtes EPS von 1,65 bis 1,80 US-Dollar. Damit liegt die Prognose unter den in den vorliegenden Marktdaten genannten Konsenswerten von 1,83 bis 1,90 US-Dollar. Der organische Umsatz soll zwischen 2 und 4 Prozent sinken, während das bereinigte EBIT voraussichtlich um 7 bis 12 Prozent zurückgeht.

Das Management begründet den vorsichtigen Ausblick mit einem weiterhin volatilen Umfeld, anhaltend hoher Inflation und belasteten Margen. Die Übernahme von La Regina soll zwar einen moderaten Umsatzbeitrag leisten, im bereinigten EPS jedoch zunächst neutral bleiben. Mögliche Auswirkungen neuer oder veränderter Zölle sind in der Prognose nicht enthalten.

Dividendenkürzung soll Schuldenabbau unterstützen

Die Quartalsdividende sinkt von 0,39 auf 0,25 US-Dollar je Aktie. Auf Jahresbasis entspricht dies einer Ausschüttung von 1,00 statt zuvor 1,56 US-Dollar je Aktie. Die Kürzung um 36 Prozent soll laut Unternehmen helfen, die Verschuldung in der Bilanz schneller zu reduzieren.

  • Stichtag für die Dividende ist der 1. Oktober 2026.
  • Die Auszahlung erfolgt am 2. November 2026.

Neues Sparprogramm über 500 Mio. US-Dollar

Campbell's startet ab dem Geschäftsjahr 2027 ein neues Kostensenkungsprogramm mit einem Zielvolumen von 500 Mio. US-Dollar bis zum Geschäftsjahr 2030. Aus dem bisherigen Programm über 375 Mio. US-Dollar wurden bereits rund 225 Mio. US-Dollar eingespart, davon etwa 25 Mio. US-Dollar im vierten Quartal.

Das neue Programm umfasst verbliebene Maßnahmen des alten Plans, Einsparungen bei den Gemeinkosten und eine umfassende Optimierung der direkten und indirekten Beschaffung. Werksschließungen und ein bereits abgeschlossener Personalabbau, der 13 Prozent der Belegschaft betraf, sind Teil der laufenden Restrukturierung.

Aktienreaktion und Analysten-Einordnung

An der Lang & Schwarz Exchange notiert die Aktie am 3. September 2026 um 14:21 Uhr bei 19,212 Euro. Die Tagesperformance beträgt minus 6,26 Prozent, seit Jahresbeginn liegt die Aktie 19,55 Prozent im Minus. Damit straft der Markt vor allem den schwachen Ausblick und die deutlich reduzierte Ausschüttung ab, obwohl Campbell's die Quartalsschätzungen erreicht hat.

Analysten-Einordnung: TD Cowen bekräftigte die Einstufung Hold und das Kursziel von 22,00 US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass die kurzfristige Ergebnis- und Dividendenschwäche derzeit schwerer wiegt als das langfristige Sparpotenzial. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine geringere laufende Ausschüttung und zunächst sinkende Gewinnperspektiven. Das 500-Mio.-US-Dollar-Programm könnte die Margen und den Schuldenabbau verbessern, birgt angesichts von Umsatzrückgängen, Inflation, Werksschließungen und Personalabbau jedoch ein erhebliches Umsetzungsrisiko.

Fazit & Ausblick

Im Fokus stehen nun die Umsetzung des Sparprogramms, die Stabilisierung der Snacks-Sparte und die Frage, ob die Kostensenkungen tatsächlich zu höheren Margen führen. Der nächste konkrete Dividendentermin ist der 2. November 2026; mögliche Änderungen bei Zöllen könnten den aktuellen Ausblick zusätzlich beeinflussen.

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