Bristol-Myers Squibb Aktie: DZ BANK kürzt Kursziel trotz starker Quartalszahlen auf 69 Dollar
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die DZ BANK senkt am 30. Oktober ihr Kursziel für Bristol-Myers Squibb von 73 auf 69 US-Dollar, bleibt aber bei „Kaufen“.
- Truist bestätigt die Kaufempfehlung und das Kursziel von 70 US-Dollar.
- Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 7 Prozent auf 13,07 Milliarden US-Dollar; der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,35 US-Dollar.
- BMS hebt die Umsatzprognose für 2026 an, senkt jedoch wegen einer Belastung die bereinigte EPS-Prognose.
Marktanalyse & Details
Kursziel sinkt, Kaufempfehlung bleibt
Die DZ BANK hat ihren fairen Wert für Bristol-Myers Squibb von 73 auf 69 US-Dollar reduziert und die Einstufung „Kaufen“ beibehalten. Das ist eine Anpassung des Kursziels, keine Herabstufung der Aktie. Truist bekräftigte am selben Tag ebenfalls „Kaufen“ und hielt an einem Kursziel von 70 US-Dollar fest.
Analysten-Einordnung: Die unterschiedlichen, aber weiterhin positiven Einschätzungen zeigen, dass die jüngsten Geschäftszahlen die Erwartungen an Umsatz und Pipeline stützen, zugleich aber keine einheitliche Sicht auf das kurzfristige Kurspotenzial besteht. Für Anleger bedeutet die Zielsenkung der DZ BANK vor allem, dass trotz des starken Quartals Risiken und Bewertungsannahmen neu gewichtet werden; sie ist für sich genommen kein Hinweis auf eine grundlegende Abkehr von der Investmentthese.
Umsatzprognose steigt, EPS-Ausblick sinkt
Bristol-Myers Squibb erzielte im dritten Quartal 13,07 Milliarden US-Dollar Umsatz, 7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 1,35 US-Dollar. Besonders die neueren Medikamente trugen zum Wachstum bei: Ihre Verkäufe legten insgesamt um 12 Prozent zu. Beim etablierten Krebsmedikament Opdivo sank der Umsatz dagegen um 6 Prozent auf 2,37 Milliarden US-Dollar; die Verkäufe der neueren subkutanen Version Qvantig haben sich mehr als verdreifacht und erreichten 334 Millionen US-Dollar.
Für das Gesamtjahr erwartet BMS nun 49,75 bis 50,25 Milliarden US-Dollar Umsatz, nach zuvor 49 bis 50 Milliarden. Gleichzeitig reduzierte der Konzern die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie auf 6,35 bis 6,55 US-Dollar von zuvor 6,75 bis 7,00 US-Dollar. Als Belastung nannte das Unternehmen eine akquisitionsbezogene Position, die im Quartal 0,60 US-Dollar je Aktie ausmachte.
Pipeline bleibt wichtiger Kurstreiber
Truist verweist neben dem Geschäft mit bestehenden Arzneien auf klinische Fortschritte und anstehende Studiendaten. In den kommenden Monaten bis Ende 2026 und im Jahr 2027 könnten mehrere Ergebnisse wichtige Impulse für die Bewertung liefern. Zugleich bestehen kurzfristige Unsicherheiten: Die Markteinführung von Cobenfy blieb hinter Erwartungen zurück, und die Phase-3-Daten zu admilparant fielen gemischt aus.
Fazit & Ausblick
Der Umsatztrend und die höheren Erlöserwartungen sprechen für operative Stärke, während die niedrigere EPS-Prognose und einzelne Produkt- beziehungsweise Studi Risiken die Einschätzung bremsen. Entscheidend für die weitere Entwicklung dürften neben der Umsetzung der Jahresprognose die angekündigten klinischen Daten bis Ende 2026 und 2027 sein. Ein konkreter Termin für die nächsten Quartalszahlen liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.
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