BofA Aktie: US-Strafe von 1,21 Milliarden Dollar belastet Quartalsergebnis
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Das US-Finanzministerium verhängte gegen Bank of America Strafen von mehr als 1,21 Milliarden Dollar.
- Beanstandet wurden Mängel bei der Meldung verdächtiger Geldwäsche- und Sanktionsgeschäfte.
- Die Bank erwartet für das dritte Quartal eine nicht steuerlich absetzbare Belastung von rund 1,2 Milliarden Dollar beziehungsweise 17 Cent je Aktie.
- Externe Prüfer sollen verdächtige Transaktionen untersuchen; die Quartalszahlen stehen am Mittwoch an.
Marktanalyse & Details
Umfang der Strafe und Vorwürfe
Nach Angaben des US-Finanzministeriums betreffen die beanstandeten Kontrollen verdächtige Transaktionen von insgesamt mehr als fünf Milliarden Dollar. Die Behörde wirft der Großbank unter anderem vor, chinesische Geldwäsche-Netzwerke nicht gemeldet zu haben. Bei rund einem Fünftel der Transaktionen seien auch Fragen der nationalen Sicherheit berührt gewesen.
Im Gesamtbetrag ist eine Zahlung von 11,6 Millionen Dollar aus einem Vergleich wegen Sanktionsverstößen enthalten, unter anderem mit Bezug auf Iran und Russland. Zudem soll Bank of America externe Prüfer zulassen, die verdächtige Transaktionen analysieren. Das Finanzministerium hatte die Bank bereits 2024 zur Verbesserung ihrer Geldwäschekontrollen aufgefordert.
Auswirkung auf das Quartal
Bank of America teilte mit, dass die Belastung im dritten Quartal nicht steuerlich absetzbar sei. Sie werde den Nettogewinn voraussichtlich um 17 Cent je Aktie mindern. Die Bank erklärte außerdem, Milliarden Dollar in Technologie und Tausende Mitarbeiter in die Bekämpfung von Finanzkriminalität investiert zu haben und an der Behebung der von Aufsichtsbehörden festgestellten Probleme zu arbeiten.
Analysten-Einordnung: Die Strafe ist zunächst eine konkrete, erhebliche Belastung des Quartalsergebnisses. Darüber hinaus können die vorgeschriebene externe Prüfung und die notwendigen Verbesserungen bei den Kontrollen zusätzliche Kosten und anhaltenden Aufsichtsaufwand bedeuten. Dies deutet darauf hin, dass für Anleger neben dem einmaligen Ergebniseffekt auch entscheidend sein wird, wie schnell die Bank die Mängel nachweisbar behebt. Die angekündigte Belastung von 17 Cent je Aktie ist dabei eine wichtige Bezugsgröße für die Einordnung der anstehenden Zahlen.
Fazit & Ausblick
Die Quartalszahlen am Mittwoch werden erstmals zeigen, wie sich die Strafzahlung im ausgewiesenen Ergebnis niederschlägt. Für den weiteren Blick auf die BofA-Aktie dürften neben dem bereinigten Geschäft vor allem Fortschritte bei der Compliance und mögliche Folgekosten der externen Prüfung relevant sein.
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