BofA Aktie: Baird stuft auf Outperform hoch und sieht Kursrutsch als überzogen

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Baird hebt Bank of America am 15. Oktober von Neutral auf Outperform an.
  2. Das Kursziel bleibt bei 62 US-Dollar; als Grund nennt Baird einen überzogenen Abverkauf.
  3. Der Ausblick auf höhere Nettozinserträge 2027 gilt für Baird als positives Signal.
  4. Eine Strafe von rund 1,2 Milliarden US-Dollar und schwächere Kapitalmarktgebühren belasten das Bild.

Marktanalyse & Details

Baird setzt auf Erholung

Baird hat die Bewertung der Bank of America von Neutral auf Outperform angehoben und das Kursziel bei 62 US-Dollar belassen. Nach Einschätzung des Analysten ist der jüngste Kursrückgang überzogen: Belastungen durch schwächere Gebühren und regulatorische Kosten hätten die Aktie nach den Quartalszahlen unter Druck gesetzt.

Die Einschätzung kommt nach einem durchwachsenen dritten Quartal. Die Bank meldete einen Gewinn je Aktie von 0,91 US-Dollar; ohne die regulatorische Belastung von rund 1,2 Milliarden US-Dollar lag der Wert bei 1,08 US-Dollar. Das bereinigte Vorsteuerergebnis vor Rückstellungen für Kreditverluste blieb laut Baird etwa fünf Prozent unter den Erwartungen, vor allem wegen schwächerer Handels- und Investmentbanking-Aktivitäten.

Zinsgeschäft liefert Unterstützung

Auf der anderen Seite stiegen die Nettozinserträge im dritten Quartal um rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr auf etwa 16,4 Milliarden US-Dollar. Die Nettozinsmarge verbesserte sich im Quartalsvergleich um acht Basispunkte auf rund 2,16 Prozent. Das durchschnittliche Kreditvolumen legte im Jahresvergleich um etwa sechs Prozent zu.

Baird wertet den Ausblick auf die Nettozinserträge 2027 als zusätzlichen positiven Faktor. Die Bank könne von einem größeren Anteil renditestärkerer Kredite sowie sinkendem Bedarf an Großhandelsfinanzierung profitieren. Zudem erwartet der Analyst, dass Bank of America ihr angestrebtes positives operatives Hebelpotenzial von 200 bis 300 Basispunkten mit der Zeit erreichen kann.

Analysten-Einordnung: Die Hochstufung setzt darauf, dass das Ertragswachstum im Zinsgeschäft die Schwäche bei Gebühren und die regulatorischen Belastungen mittelfristig ausgleichen kann. Dies deutet darauf hin, dass Baird den jüngsten Rückgang eher als Bewertungs- und Stimmungseffekt denn als dauerhafte Verschlechterung der Ertragskraft einordnet. Für Anleger bleibt jedoch entscheidend, ob die Bank ihre Kontrollen verbessert und zugleich die Gebühreneinnahmen stabilisiert.

Regulatorische Risiken bleiben präsent

Die rund 1,2 Milliarden US-Dollar schwere Strafe im Zusammenhang mit Mängeln bei der Geldwäschebekämpfung belastet das ausgewiesene Quartalsergebnis und wirft Fragen zur Qualität der internen Kontrollen auf. Auch wenn Baird den Abverkauf für überzogen hält, beseitigt die Hochstufung weder diese Risiken noch die schwächeren Kapitalmarktgebühren.

Fazit & Ausblick

Bairds positive Einschätzung stützt sich vor allem auf den erwarteten Zuwachs der Nettozinserträge und eine mögliche Verbesserung der operativen Hebelwirkung bis 2027. Ob sich daraus eine nachhaltige Erholung der BofA-Aktie ergibt, hängt davon ab, ob die Bank den Zinsausblick einlösen, die Gebührenentwicklung stabilisieren und die regulatorischen Kontrollmängel überzeugend beheben kann. Ein nächster konkreter Quartalstermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

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