Befesa Aktie: Berenberg hebt Kursziel nach starkem Q3 auf 45 Euro
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Berenberg erhöht am 2. November das Kursziel für Befesa von 40 auf 45 Euro und bestätigt „Buy“.
- Auch UBS, Jefferies, Metzler und Oddo BHF hatten ihre Kursziele Ende Oktober angehoben.
- Befesa steigerte das bereinigte EBITDA im dritten Quartal um 10 Prozent auf 67,8 Millionen Euro.
- Mit der erwarteten US-Förderung hebt sich die EBITDA-Prognose 2026 auf 286 bis 296 Millionen Euro.
Marktanalyse & Details
Kursziele steigen nach den Quartalszahlen
Berenberg setzt das Kursziel für die Befesa-Aktie auf 45 Euro nach zuvor 40 Euro und hält an der Kaufempfehlung fest. Die Anpassung folgt auf mehrere Erhöhungen: UBS nennt 55 Euro statt 50 Euro, Jefferies 53 statt 44 Euro, Metzler 46 statt 45 Euro und Oddo BHF 45 statt 42 Euro. Die Häuser bestätigten ihre positiven Einstufungen („Buy“ beziehungsweise „Outperform“).
Bei einem Befesa-Kurs von 37,20 Euro am 2. November entsprach die Spanne der genannten Kursziele rechnerisch einem möglichen Abstand von rund 21 bis 48 Prozent. Das sind Analystenschätzungen, keine garantierten Kursentwicklungen. Die Aktie lag zu diesem Zeitpunkt 2,2 Prozent im Plus und hatte seit Jahresbeginn 26,27 Prozent gewonnen.
Analysten-Einordnung: Die gebündelten Kurszielanhebungen deuten darauf hin, dass die jüngsten Geschäftszahlen und der höhere Ergebnisausblick die Erwartungen an Befesas Ertragskraft gestützt haben. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht, dass das zusätzliche Ergebnis bereits als sicherer Zahlungsmittelzufluss gelten kann: Die US-Förderung steht noch unter Prüfung, und der Mittelzufluss wird erst für das erste Halbjahr 2027 erwartet.
Operatives Ergebnis verbessert sich
Im dritten Quartal 2026 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,4 Prozent auf 311,6 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA legte um 9,9 Prozent auf 67,8 Millionen Euro zu; die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 21 auf 22 Prozent. Für die ersten neun Monate meldete Befesa einen Umsatz von 901,1 Millionen Euro und ein bereinigtes EBITDA von 191,8 Millionen Euro, jeweils über dem Vorjahreswert.
Wachstumstreiber waren höhere Zinkpreise und die Erholung der Margen im Sekundäraluminiumgeschäft. Gegenwind kam unter anderem von Wartungsstillständen, höheren Energie- und Inflationskosten sowie einem uneinheitlichen Umfeld in der Stahlindustrie. Im Aluminiumgeschäft stieg das EBITDA in den ersten neun Monaten um 52 Prozent auf 34 Millionen Euro.
Prognose und US-Förderung
Ohne die Förderung nach Section 45X hat Befesa die Prognose für das bereinigte EBITDA 2026 auf 260 bis 270 Millionen Euro eingegrenzt; zuvor lag die Spanne bei 250 bis 270 Millionen Euro. Zusätzlich erwartet das Unternehmen für das vierte Quartal einen Beitrag von rund 26 Millionen Euro aus dem US-Förderprogramm. Damit ergibt sich einschließlich dieser Förderung ein erwartetes bereinigtes EBITDA von 286 bis 296 Millionen Euro.
Der Förderantrag für die Zinkraffinerie in Mooresboro wurde im Oktober eingereicht. Der endgültige Betrag hängt von den Geschäftszahlen und der Prüfung durch die US-Steuerbehörde ab. Die Prognose für den operativen Cashflow bleibt bei einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich; der Förderbetrag soll 2026 noch nicht als Zahlungsmittel zufließen.
Schuldenabbau setzt sich fort
Zum Ende des Septembers lag die Nettoverschuldung bei 563,7 Millionen Euro, 7,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Verschuldungsgrad sank von 2,59 auf 2,16. Zudem wurde Befesas Kreditrating im September auf BB+ angehoben. Das Unternehmen erwartet, dass der Verschuldungsgrad unter Einbeziehung der Förderung bei rund 1,8 liegen wird.
Fazit & Ausblick
Die höheren Kursziele spiegeln die Kombination aus verbessertem Quartalsergebnis, engerer Basisprognose und dem erwarteten US-Förderbeitrag wider. Entscheidend für die weitere Bewertung sind nun der operative Verlauf im vierten Quartal, die Bestätigung der Förderung und deren tatsächlicher Mittelzufluss 2027. Ein nächster konkreter Termin für die Geschäftszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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