Bayer Aktie: China lässt Asundexian zu, Nubeqa-Daten stärken Pharmageschäft
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- China hat Asundexian unter dem Markennamen Sunharbo zur Vorbeugung weiterer Schlaganfälle zugelassen.
- Die Zulassung gilt für Patienten nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-TIA.
- Eine Zwischenanalyse zu Nubeqa zeigte ein um 58 Prozent niedrigeres Risiko für Metastasen oder Tod gegenüber Placebo.
- Die Bayer-Aktie notierte am 26. Oktober bei 45,45 Euro und lag damit 3,79 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Asundexian erhält ersten Marktzugang in China
Die chinesische Arzneimittelbehörde NMPA hat Asundexian zur Schlaganfallprävention zugelassen. Das Mittel wird dort unter dem Namen Sunharbo vermarktet und ist nach Unternehmensangaben das erste in China zugelassene Medikament aus der Klasse der FXIa-Hemmer. Die Zulassung umfasst Patienten, die zuvor einen nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder eine hochriskante transitorische ischämische Attacke erlitten haben.
Grundlage der beschleunigten Prüfung waren Ergebnisse der Oceanic-Stroke-Studie. Demnach verringerte Asundexian in Kombination mit einer Therapie zur Hemmung der Blutplättchen das Risiko weiterer ischämischer Schlaganfälle; die Rate schwerer Blutungen stieg gegenüber Placebo nicht. Ein früherer Studienrückschlag bei Patienten mit Vorhofflimmern hatte die Entwicklung belastet. Die aktuelle Zulassung bezieht sich jedoch auf eine andere Patientengruppe und Anwendung.
Nubeqa liefert zusätzliche Wachstumsperspektive
Auch das Prostatakrebsmedikament Nubeqa (Darolutamid) rückte am Montag in den Fokus. In einer Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP sank bei Patienten mit hohem Rückfallrisiko nach median 3,8 Jahren Beobachtung das kombinierte Risiko für Metastasen oder Tod um 58 Prozent gegenüber Placebo. Beide Gruppen erhielten zusätzlich eine Hormonentzugstherapie und Bestrahlung.
Analysten sehen in den Ergebnissen weiteres Potenzial für Nubeqa, zugleich wurde die Wirksamkeit als Bestätigung des bisherigen Profils und nicht als grundlegender Durchbruch eingeordnet. Zwei Analysten halten zusätzliche Spitzenerlöse von bis zu einer Milliarde Euro für möglich. Nubeqa setzte bereits im ersten Halbjahr 2026 mit einem Umsatz von gut 1,6 Milliarden Euro und einem Wachstum von mehr als 50 Prozent einen starken Akzent im Pharmageschäft.
Analysten-Einordnung: Die beiden Nachrichten stärken die Wachstumsperspektive der Pharmasparte, ersetzen aber noch keine gesicherten Umsätze. Für Asundexian hängen die kommerzielle Bedeutung und der mögliche Beitrag zum Konzernwachstum von der Markteinführung und weiteren Zulassungen ab. Nubeqas Studiendaten eröffnen eine zusätzliche Anwendungsperspektive, müssen aber ebenfalls in eine breitere Zulassung und tatsächliche Verschreibungen münden. Dies deutet darauf hin, dass Bayer seine Abhängigkeit von etablierten Produkten wie Xarelto und Eylea schrittweise verringern könnte; deren Umsätze stehen nach Patentabläufen unter Generikakonkurrenz.
Die Aktie gewann am 26. Oktober bis 13:32 Uhr auf 45,45 Euro; das Tagesplus betrug 3,79 Prozent. Seit Jahresbeginn lag sie damit 22,97 Prozent im Plus. Der Kursanstieg spiegelt die positiven Medikamentenmeldungen wider, sagt für sich genommen aber nichts darüber aus, wie schnell daraus nachhaltige Erlöse entstehen.
Fazit & Ausblick
Die China-Zulassung verschafft Asundexian einen ersten wichtigen Marktzugang, während Nubeqa mit den Studiendaten eine weitere Wachstumsperspektive erhält. Als nächster wesentlicher Meilenstein gilt die anstehende Entscheidung der US-Arzneimittelbehörde über Asundexian. Für Anleger bleiben neben diesem Zulassungsverfahren die weitere Entwicklung der Nubeqa-Studie und die kommerzielle Aufnahme beider Medikamente entscheidend.
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