argenx Aktie: DZ Bank und Bernstein senken Kursziele nach Studienflop

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Goldesel Kompakt

Das Wichtigste in Kürze

  1. DZ Bank senkt das Kursziel für argenx von 929 auf 861 Euro und bestätigt die Kaufempfehlung.
  2. Bernstein reduziert das Ziel von 986 auf 955 Euro, hält aber an Outperform fest.
  3. Auslöser der Neubewertung war der Abbruch einer Phase-III-Studie zu Efgartigimod SC beim Sjögren-Syndrom.
  4. Eine Phase-II-Studie mit FB102 gegen Zöliakie erreichte ihr wichtigstes Ziel; argenx plant die Weiterentwicklung.

Marktanalyse & Details

Kursziele sinken, positive Ratings bleiben

Am 9. Oktober senkten DZ Bank und Bernstein ihre Kursziele für argenx. Die DZ Bank setzte den fairen Wert von 929 auf 861 Euro herab und bestätigte die Einstufung Kaufen. Bernstein reduzierte das Ziel von 986 auf 955 Euro, blieb jedoch bei Outperform. Beide Häuser sehen damit trotz der Kürzungen weiterhin höhere Bewertungsniveaus als den zuletzt gemeldeten Kurs von 735,20 Euro. Die Aktie zeigte sich am 9. Oktober laut den vorliegenden Marktdaten unverändert.

Der Rückschlag verschärft die Frage nach Wachstumstreibern

Die Anpassungen folgten auf den Stopp einer weit fortgeschrittenen Phase-III-Studie mit Efgartigimod SC beim Sjögren-Syndrom. Eine Zwischenanalyse ergab, dass das zentrale Studienziel voraussichtlich nicht erreicht werden kann. Der Rückschlag trifft argenx in einem Bereich, in dem das Unternehmen neue Einsatzgebiete für seine Wirkstoffe erschließen will: Nach den vorliegenden Angaben stammt derzeit nahezu der gesamte Umsatz aus Efgartigimod Alfa zur Behandlung von Myasthenia gravis.

Ein Gegengewicht liefert FB102: Der Wirkstoffkandidat erreichte in einer Phase-II-Studie zur Behandlung von Zöliakie das primäre Studienziel. argenx will ihn weiterentwickeln und in eine Phase-III-Prüfung überführen. Das positive Ergebnis ist jedoch noch kein Beleg für eine spätere Zulassung oder kommerziellen Erfolg.

Analysten-Einordnung

Dass beide Analystenhäuser ihre Kursziele senken, die positiven Ratings aber beibehalten, deutet darauf hin, dass sie den Sjögren-Rückschlag als Belastung für die Pipeline, nicht aber als grundlegende Neubewertung des Unternehmens ansehen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die bestätigten Empfehlungen die klinischen Risiken nicht aufheben: Die hohe Abhängigkeit von Efgartigimod Alfa macht erfolgreiche zusätzliche Wachstumstreiber besonders wichtig. FB102 könnte dazu beitragen, muss seinen Nutzen aber erst in weiteren Studien bestätigen.

Fazit & Ausblick

Im Fokus stehen nun die nächsten Schritte für FB102 und weitere Fortschritte in der Pipeline. Konkrete Termine für kommende Studienmeilensteine oder die nächsten Quartalszahlen sind in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Die gesenkten Kursziele signalisieren eine vorsichtigere Bewertung nach dem Studienabbruch; die beibehaltenen Ratings zeigen zugleich, dass DZ Bank und Bernstein weiterhin auf die langfristigen Perspektiven setzen.

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