Amgen Aktie: Repatha senkt Herzinfarktrisiko in Real-World-Studie um 20 Prozent
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Amgen meldet für Repatha in einer Real-World-Studie ein um 20 Prozent niedrigeres Risiko für tödliche oder nicht tödliche Herzinfarkte als mit Ezetimib.
- Die Untersuchung erfasste mehr als 544.000 Erwachsene mit atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung und vorheriger Statinbehandlung.
- Bei Patienten mit bekanntem LDL-Ausgangswert lag das kumulative Vierjahresrisiko bei 5,9 Prozent mit Repatha und 7,8 Prozent mit Ezetimib.
- Die Ergebnisse liefern zusätzliche Evidenz für Repatha, ersetzen aber keinen direkten Wirksamkeitsnachweis aus einer randomisierten Studie.
Marktanalyse & Details
Herzinfarktrisiko im Vergleich
Amgen hat Ergebnisse einer groß angelegten Versorgungsdaten-Studie zu Repatha (Evolocumab) vorgelegt. Bei Menschen mit atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung (ASCVD), die zuvor Statine verwendet hatten, war die Rate tödlicher oder nicht tödlicher Herzinfarkte unter Repatha laut Unternehmen um 20 Prozent niedriger als unter Ezetimib. Die Untersuchung begleitete mehr als 544.000 Erwachsene über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren.
Bei Teilnehmern mit vorliegendem LDL-Cholesterin-Ausgangswert betrug das kumulative Herzinfarktrisiko über vier Jahre 5,9 Prozent mit Repatha gegenüber 7,8 Prozent mit Ezetimib. Auch bei Patienten ohne verfügbaren LDL-Ausgangswert fiel es in der Repatha-Gruppe niedriger aus: 5,65 gegenüber 7,06 Prozent. Die Ergebnisse wurden im American Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht.
Einordnung für Amgen
Analysten-Einordnung: Die große Teilnehmerzahl und der lange Beobachtungszeitraum machen die Daten für die Frage relevant, wie sich die Behandlungen im Versorgungsalltag unterscheiden. Als Real-World-Studie ist der Vergleich jedoch nicht gleichbedeutend mit einer randomisierten, kontrollierten Studie: Unterschiede zwischen den Patientengruppen können die Ergebnisse beeinflussen. Die Befunde stärken damit die Evidenz für Repatha, belegen aber für sich allein keine Ursache-Wirkungs-Beziehung.
Für Amgen kommt die Veröffentlichung zu einem wichtigen Zeitpunkt: Repatha wurde zuletzt als einer der Wachstumstreiber genannt, als das Unternehmen nach starken Quartalszahlen seine Jahresprognose anhob. Die neuen Daten könnten die Argumente für den Einsatz des Cholesterinsenkers bei geeigneten Patienten unterstützen. Wie stark sich das in Verordnungen und Umsatz niederschlägt, lässt sich aus der Studie allein nicht ableiten.
Fazit & Ausblick
Die Studie erweitert die Datenbasis zu Repatha und zeigt einen niedrigeren beobachteten Herzinfarktanteil gegenüber Ezetimib in einer großen Patientengruppe. Für Anleger bleibt entscheidend, ob sich der klinische Evidenzzuwachs dauerhaft in Nachfrage und Wachstum übersetzt. Weitere Hinweise dürften die nächsten Quartalsberichte von Amgen liefern.
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