Allianz Aktie: Allianz Trade erwartet 2027 weiter hohe Insolvenzen

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Allianz Trade rechnet in Deutschland 2026 und 2027 mit jeweils 25.900 Unternehmensinsolvenzen.
  2. Für 2026 erwartet der Kreditversicherer einen Anstieg um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  3. Transport und Logistik, Bau, Gastgewerbe sowie Auto- und Maschinenbau gelten als besonders gefährdet.
  4. Für 2028 prognostiziert Allianz Trade einen Rückgang der Insolvenzen um fünf Prozent auf 24.600 Fälle.

Marktanalyse & Details

Hohe Fallzahlen laut Allianz Trade

Der Kreditversicherer Allianz Trade rechnet auch 2027 mit einer angespannten Lage für Unternehmen in Deutschland. Seine Prognose liegt für dieses und das kommende Jahr jeweils bei 25.900 Insolvenzen. Ein ähnlich hohes Niveau gab es zuletzt 2013. Für das laufende Jahr erwartet Allianz Trade gegenüber 2025 einen Zuwachs um acht Prozent.

Die Entwicklung ist bereits in den amtlichen Zahlen sichtbar: Im ersten Halbjahr 2026 wurden 12.812 Unternehmensinsolvenzen registriert, 6,7 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 2025 waren es insgesamt 24.064 Fälle, nach 21.812 im Jahr 2024 und 17.814 im Jahr 2023.

Konjunktur und Kosten belasten Unternehmen

Als Gründe für die anhaltend hohen Fallzahlen nennt Allianz Trade die schwache Konjunktur, hohe Betriebskosten, fehlende Fachkräfte und geopolitische Unsicherheiten. Besonders exponiert seien Transport und Logistik, Bau, Gastgewerbe sowie die Automobil- und Maschinenbauindustrie.

Analysten-Einordnung: Die Prognose beschreibt ein erhöhtes Kreditrisiko im Unternehmenssektor, ist aber keine Aussage über die Ertragsentwicklung der Allianz SE insgesamt. Für den Konzern ist sie über das Geschäft von Allianz Trade relevant: Mehr Insolvenzen können den Bedarf an Warenkreditversicherung erhöhen, zugleich aber auch potenziell zu höheren Schadenbelastungen führen. Wie sich die Entwicklung auf das Ergebnis auswirkt, lässt sich aus der Fallzahlprognose allein nicht ableiten; entscheidend wären unter anderem versicherte Forderungen, Prämien und tatsächlich gemeldete Schäden.

Entspannung erst für 2028 erwartet

Für 2028 erwartet Allianz Trade einen Rückgang um fünf Prozent auf 24.600 Insolvenzen. Als mögliche Unterstützung nennt der Kreditversicherer die verzögerte Wirkung staatlicher Konjunkturmaßnahmen. Die Prognose stellt damit eine erwartete Stabilisierung in Aussicht, nicht jedoch eine schnelle Rückkehr zu den niedrigeren Fallzahlen der Vorjahre.

Fazit & Ausblick

Für Anleger der Allianz Aktie ist die Prognose ein Hinweis auf ein weiterhin schwieriges Umfeld für die Kreditversicherung, aber kein unmittelbarer Beleg für eine konkrete Belastung des Konzerngewinns. Aussagekräftiger für die finanzielle Wirkung werden die weitere Entwicklung der Insolvenzen und die Schadenbilanz von Allianz Trade sein. Eine Entspannung erwartet der Versicherer erst 2028.

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