Airbus Aktie: Analysten erwarten Gewinn über Jahresziel – Lieferengpässe bleiben Risiko
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Airbus veröffentlicht am 28. Oktober nach Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal.
- Analysten erwarten für 2026 im Schnitt 7,7 Milliarden Euro bereinigtes EBIT – mehr als das Unternehmensziel von rund 7,5 Milliarden Euro.
- Nach 547 Auslieferungen in den ersten neun Monaten muss Airbus für das Jahresziel von 870 Jets im Schlussquartal deutlich zulegen.
- Zulieferengpässe, vor allem bei Triebwerken, bleiben ein zentrales Risiko für die Auslieferungsplanung.
Marktanalyse & Details
Quartalszahlen im Fokus
Airbus legt am Mittwochabend seine Ergebnisse für das dritte Quartal vor. Die vom Unternehmen befragten Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von 17,9 Milliarden Euro – etwa 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Beim bereinigten operativen Gewinn erwarten sie dagegen einen Rückgang um rund acht Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro.
Der Nettogewinn könnte laut den Schätzungen um 16 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro steigen. Diese Kennzahl ist bei Airbus allerdings anfällig für Wechselkurseffekte: Einnahmen und Ausgaben in US-Dollar werden nicht zwingend zum selben Zeitpunkt verbucht. Das bereinigte operative Ergebnis blendet solche Effekte aus und dürfte deshalb für die Beurteilung des laufenden Geschäfts besonders wichtig sein.
Auslieferungen hängen an der Lieferkette
Für 2026 strebt Airbus rund 870 Auslieferungen an. Bis Ende September waren 547 Maschinen an Kunden übergeben; um das Ziel zu erreichen, müssten im vierten Quartal rechnerisch noch 323 folgen. Da ein großer Teil der Jahresauslieferungen traditionell in den letzten Monaten erfolgt, ist die starke Schlussphase nicht ungewöhnlich. Sie erhöht aber die Abhängigkeit davon, dass Zulieferer rechtzeitig genügend Komponenten bereitstellen.
Airbus-Chef Guillaume Faury hatte im Sommer eine mögliche Spanne von 850 bis 890 Flugzeugen genannt. Branchenanalysten erwarten im Mittel 867 Auslieferungen. Damit liegen ihre Schätzungen knapp unter dem Ziel von 870, während ihre durchschnittliche Prognose für das bereinigte operative Ergebnis 2026 mit 7,7 Milliarden Euro über der Airbus-Zielmarke von rund 7,5 Milliarden Euro liegt.
Analysten-Einordnung: Die Gewinnschätzungen deuten darauf hin, dass Airbus trotz eines voraussichtlich schwächeren dritten Quartals sein Jahresziel übertreffen könnte. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Auslieferungszahlen und der Ausblick auf die Triebwerksversorgung mindestens ebenso wichtig sein dürften wie der Quartalsgewinn: Verzögerungen bei Zulieferern könnten die Auslieferungen und damit die Ergebnisentwicklung zum Jahresende belasten.
Mittelfristige Wachstumspläne
Airbus hat für 2029 ein bereinigtes EBIT von 12 bis 13 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, nach zuletzt 7,1 Milliarden Euro. Zusätzlich sieht der Konzern Chancen bei Großraumflugzeugen für Langstrecken. Eine verlängerte Version der A350 wird geprüft; eine Entscheidung über die Entwicklung gibt es bislang nicht.
Fazit & Ausblick
Die Quartalszahlen am 28. Oktober sollen zeigen, ob Airbus bei Gewinn und Auslieferungen auf Kurs bleibt und wie stark die Lieferengpässe den Produktionshochlauf weiter bremsen. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen seine Jahresziele bestätigt und genügend Zulieferteile für den traditionell auslieferungsstarken Jahresendspurt erwartet.
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