Adobe Aktie: US-Regierung stoppt Green-Card-Anträge des Konzerns

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Die US-Regierung setzt neue und laufende PERM-Anträge von Adobe und mehreren weiteren Technologieunternehmen aus.
  2. Arbeitsminister Keith Sonderling begründet den Schritt mit laufenden Ermittlungen und mutmaßlichem Missbrauch des Verfahrens.
  3. Die Maßnahme betrifft den Weg zu einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung, nicht automatisch bestehende H-1B-Visa.
  4. Adobe äußerte sich zunächst nicht; ein Ende der Aussetzung wurde nicht genannt.

Marktanalyse & Details

Aussetzung betrifft den Weg zur Green Card

Die US-Regierung hat am 8. Oktober 2026 PERM-Anträge von Adobe vorläufig ausgesetzt. Über das Verfahren müssen Arbeitgeber in der Regel nachweisen, dass die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte weder Löhne noch Beschäftigungschancen US-amerikanischer Arbeitnehmer beeinträchtigt. Arbeitsminister Keith Sonderling erklärte, die Regierung werde keine neuen Anträge der betroffenen Unternehmen annehmen und bereits eingereichte Anträge nicht weiterbearbeiten.

Betroffen sind neben Adobe unter anderem Microsoft, Cognizant, Infosys, Tata Consultancy Services, Wipro, HCL Technologies und Capgemini. Die Regierung begründet den Schritt mit mutmaßlichem Betrug beziehungsweise Missbrauch; die Vorwürfe sind nicht als erwiesen dargestellt. Adobe reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme.

Abgrenzung zu H-1B-Visa

Die Aussetzung zielt auf PERM-Anträge, die bei vielen beschäftigungsbasierten Green Cards eine Voraussetzung sind. Sie ist daher nicht gleichbedeutend mit einem generellen Verbot, ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa zu beschäftigen. Für betroffene Mitarbeiter kann sich jedoch der Weg zu einem dauerhaften Aufenthaltsstatus verzögern.

Analysten-Einordnung: Dies deutet zunächst eher auf ein regulatorisches und personelles Risiko als auf einen unmittelbar bezifferbaren Ergebniseffekt für Adobe hin. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass vor allem die langfristige Gewinnung und Bindung internationaler Fachkräfte unsicherer werden könnte. Wie stark Adobe betroffen ist, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ableiten; entscheidend sind Umfang und Dauer der Aussetzung sowie der Ausgang der Ermittlungen.

Fazit & Ausblick

Die US-Regierung hat keine Frist für die Aussetzung genannt und erklärte, sie solle so lange gelten, wie nötig. Für Adobe bleiben damit die Bearbeitung betroffener Green-Card-Anträge und die möglichen Folgen für die Personalplanung offen. Weitere Klarheit dürfte von behördlichen Entscheidungen und einer Stellungnahme des Unternehmens abhängen.

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