Abbott Laboratories Aktie: Studiendaten stärken zwei kardiologische Geräteprojekte
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Das Wichtigste in Kürze
- Abbott meldet positive Einjahresdaten für den investigativen Amulet-360-Verschluss bei Vorhofflimmern.
- In der VERITAS-Studie blieb mehr als 98 Prozent der ausgewerteten Patienten ein ischämischer Schlaganfall oder eine systemische Embolie erspart.
- Die Tectonic-Studie zum investigativen SonicForce-System erreichte ihre primären Sicherheits- und Wirksamkeitsziele nach 30 Tagen.
- Beide Datensätze wurden am 1. November auf einer kardiologischen Fachkonferenz in San Diego vorgestellt.
Marktanalyse & Details
Amulet 360: Einjahresdaten zum Schlaganfallschutz
Abbott hat Ergebnisse aus der VERITAS-Studie zu Amulet 360 veröffentlicht. Das System verschließt den linken Vorhofohranhang, eine mögliche Quelle für Blutgerinnsel bei Menschen mit Vorhofflimmern, das nicht durch eine Herzklappenerkrankung verursacht wird. Es richtet sich auch an Patienten, für die eine langfristige Behandlung mit Blutverdünnern möglicherweise keine geeignete Option ist.
Bei 96,3 Prozent der Patienten, die mittels transösophagealer Echokardiografie untersucht wurden, war der Verschluss vollständig. Mehr als 98 Prozent blieben bis zum Ende des ersten Jahres frei von ischämischem Schlaganfall oder systemischer Embolie. Zudem waren mehr als 99 Prozent frei von einem behandlungsbedürftigen Perikarderguss und mehr als 98 Prozent frei von kardiovaskulär bedingtem Tod.
Die Ergebnisse wurden am 1. November auf einer Fachkonferenz in San Diego präsentiert und gleichzeitig in einer Fachzeitschrift für interventionelle Kardiologie veröffentlicht. Amulet 360 ist in den USA weiterhin ausschließlich zur Untersuchung zugelassen. Eine CE-Kennzeichnung erhielt das Produkt im August.
SonicForce: Positive Sicherheits- und Wirksamkeitsziele
Auch die Tectonic-Studie zu Abbotts investigativem SonicForce-System erreichte ihre primären Endpunkte. Das System nutzt intravaskuläre Lithotripsie, um starke Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen aufzubrechen und die Behandlung verengter Gefäße zu unterstützen.
- Die Rate des kombinierten Endpunkts aus Zielgefäßversagen lag nach 30 Tagen bei 0,3 Prozent.
- Bei 97 Prozent der Patienten wurde ein erfolgreicher Eingriff erreicht.
- Im ausgewerteten Patientenkollektiv traten schwere kardiovaskuläre Ereignisse bei 0,3 Prozent auf.
- Bei allen vom Kernlabor beurteilten Patienten lag die verbleibende Gefäßverengung nach der Stentimplantation unter 50 Prozent.
Die Daten stammen aus einer IDE-Studie, also einer klinischen Untersuchung eines noch nicht regulär zugelassenen Medizinprodukts. Sie wurden ebenfalls am 1. November in San Diego vorgestellt und zeitgleich veröffentlicht.
Analysten-Einordnung: Die Ergebnisse liefern klinische Unterstützung für zwei unterschiedliche Entwicklungsprogramme im Herzbereich: Amulet 360 adressiert das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern, SonicForce stark verkalkte Herzkranzgefäße. Die niedrigen beobachteten Ereignisraten und die hohen Erfolgswerte sind ermutigende Zwischensignale, belegen für sich allein aber weder einen Vorteil gegenüber bestehenden Behandlungen noch eine Zulassung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem Fortschritt in der klinischen Pipeline; der wirtschaftliche Wert hängt davon ab, ob weitere Daten, regulatorische Entscheidungen und eine spätere Markteinführung folgen.
Fazit & Ausblick
Die nächsten wichtigen Schritte sind weitere klinische Auswertungen und mögliche regulatorische Entscheidungen. Einen konkreten Zeitplan für diese Meilensteine nennen die vorliegenden Angaben nicht. Bis dahin bleiben beide Projekte von Abbotts etablierten Produkten zu unterscheiden: Amulet 360 ist in den USA investigativ, und auch SonicForce wird in einer klinischen IDE-Studie untersucht.
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