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Lars Weigand in Börsennews

04.07.2026 13:47

Blogartikelbild Steigt Trump bei OpenAI ein? Michael Burry shortet Micron, Trade Republic rüstet auf

Steigt Trump bei OpenAI ein? Michael Burry shortet Micron, Trade Republic rüstet auf

In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über einen neuen „Big Short“ von Michael Burry bei Micron und einen möglichen Einstieg der US-Regierung unter Präsident Donald Trump bei OpenAI.

Außerdem beleuchten unsere Experten die aktuelle Lage bei Tesla und Nvidia, blicken auf die Umstrukturierung von Meta zum Cloudanbieter und stellen euch die neusten Features von Trade Republic vor.

Warum Michael Burry jetzt gegen Micron wettet, ob Donald Trump jetzt bei OpenAI einsteigt, mit welchen Mitteln Trade Republic etablierte Depot-Anbieter und Banken angreift und wie die Auslieferungszahlen von Tesla ausgefallen sind, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple PodcastsSpotify oder direkt bei YouTube.

Aktuelle Marktlage: zwischen FOMO, Zinshoffnung und Abverkaufswellen

Die Woche hatte schon allein kalendarisch ihre Besonderheiten. Wegen des Independence Day blieb der US Markt am Freitag geschlossen, der wichtige Arbeitsmarktbericht kam deshalb bereits am Donnerstag. In Deutschland wurde trotzdem gehandelt, was für zusätzliche Verschiebungen in der Wahrnehmung gesorgt hat.

Die entscheidende Zahl: Es wurden nur 57.000 neue Stellen geschaffen. Erwartet worden waren 110.000. Gleichzeitig lag die Arbeitslosenquote mit 4,2 Prozent leicht unter den erwarteten 4,3 Prozent.

Erst mal klingt ein schwächerer Arbeitsmarkt nicht gut. Der Markt hat das aber zunächst eher positiv aufgenommen. Warum? Weil ein nachlassender Arbeitsmarkt den Druck auf die US Notenbank verringern kann, die Zinsen weiter anzuheben.

Die Logik dahinter ist wichtig:

  • Ein schwächerer Arbeitsmarkt bremst den Lohndruck. Wenn Unternehmen nicht mehr so aggressiv einstellen und Gehaltssteigerungen schwächer ausfallen, sinkt tendenziell auch der Inflationsdruck.
  • Weniger Inflationsdruck bedeutet weniger Zinsdruck. Die Fed muss dann womöglich nicht weiter anziehen.
  • Stabile oder niedrigere Zinsen helfen wachstumsstarken Sektoren. Gerade KI Infrastruktur und Techwerte profitieren davon, weil dort weiter massiv investiert wird.

Das Problem ist nur: Diese Interpretation funktioniert nur in einer gewissen Bandbreite. Ein leicht schwächerer Arbeitsmarkt kann positiv sein. Ein wirklich einbrechender Arbeitsmarkt wäre dagegen brandgefährlich.

Wenn plötzlich nicht nur weniger neue Stellen entstehen, sondern breit Stellen gestrichen werden, kippt die Story sofort. Dann steht nicht mehr die Hoffnung auf weniger Zinserhöhungen im Vordergrund, sondern die Angst vor einer echten Wachstumsdelle. Und dann kommt sofort wieder die Debatte zurück, die viele schon fast verdrängt hatten: Ersetzt KI Jobs schneller, als neue entstehen?

Genau deshalb bleibt die Lage so nervös. Der Markt schwankt aktuell zwischen zwei Polen:

  • FOMO, also der Angst, die nächste Rally im KI Sektor zu verpassen
  • Vorsicht, weil es gleichzeitig immer mehr Hinweise gibt, dass bei einzelnen Unternehmen die Ausgaben für KI nicht unbegrenzt weiter eskalieren können

Das sieht man auch an der Rotation zwischen den Sektoren. Während einzelne Chipwerte und KI Infrastrukturaktien teilweise brutal abverkauft wurden, hielten sich Banken, Versicherungen, Gesundheitswerte und teilweise sogar Software erstaunlich gut. Selbst Apple legte an einem Tag vier Prozent zu, während andere Techsegmente schwächelten.

Dazu kommt noch ein weiterer Faktor, der dem Markt in die Karten spielt: der sinkende Ölpreis. Da Energie in den vergangenen Jahren ein wichtiger Inflationstreiber war, nimmt ein fallender Ölpreis ebenfalls Druck von der Fed. Das stützt die Hoffnung, dass die Geldpolitik weniger restriktiv ausfallen könnte.

Unterm Strich bleibt: Für die Börse sind natürlich Umsatz und Gewinn der Unternehmen entscheidend. Aber die verfügbare Liquidität und die Zinslandschaft sind eben oft der eigentliche Taktgeber. Und genau deshalb springen die Kurse im Moment so heftig auf jede neue Makrozahlt an.

Trade Republic baut um: mehr Börsenplätze, Best Execution, aktiveres Angebot

Ein spannendes Nebenthema in dieser Woche war auch das große Update bei Trade Republic. Hintergrund ist das Ende von Payment for Order Flow in der bisherigen Form. Entsprechend musste der Broker sein Modell anpassen.

Die neue Stoßrichtung ist klar: weg von der simplen Ein App Lösung, hin zu einem deutlich breiteren Angebot.

Die wichtigsten Änderungen:

  • Best Execution Modell: Orders werden nicht mehr nur an einen festen Handelsplatz geleitet, sondern dorthin, wo der beste Preis verfügbar ist.
  • Mehr Börsenplätze: Theoretisch sind rund 30 Handelsplätze angebunden.
  • Direkte Wahl möglich: Wer gezielt auf Xetra oder etwa in Wien handeln will, kann das gegen Gebühren von etwa ein bis zwei Euro tun.
  • Neues Webterminal: Mit Candlestick Charts, Indikatoren, Screenern und deutlich mehr Funktionen für aktive Anleger.

Das ist schon ein deutlicher Schritt. Gerade der frühere Kritikpunkt, dass man an einzelnen Handelsplätzen nicht immer den attraktivsten Kurs bekam, könnte damit an Bedeutung verlieren. Gleichzeitig zeigt der Umbau, wohin die Reise geht: Trade Republic will nicht mehr nur Sparplan Kundschaft abholen, sondern offenbar auch aktiver handelnde Nutzer stärker ansprechen.

Natürlich bleibt es sinnvoll, solche Neuerungen mit einem kritischen Blick zu begleiten. Aber die Richtung ist klar und für den deutschen Broker Markt definitiv relevant.

Michael Burry shortet Micron: kluger Konter oder zu frühe Wette?

Aktienverlinkung: US5951121038

Wenn Michael Burry eine bekannte Techaktie shortet, sind die Schlagzeilen garantiert. Diesmal geht es um Micron.

Die Begründung ist durchaus interessant, weil sie nicht nur auf Bauchgefühl basiert, sondern auf Marktpsychologie und historischen Mustern.

Burrys Kernargumente:

  • Extremer Kursanstieg und FOMO treiben immer mehr Anleger in die Aktie
  • Greater Fool Theorie: Überteuerte Aktien werden oft nur noch gekauft, weil man hofft, sie später an jemanden zu einem noch höheren Preis weiterzugeben
  • Massive Zyklik: Micron hatte in den vergangenen 42 Jahren insgesamt 34 Drawdowns von mehr als 30 Prozent
  • Technische Überdehnung: Der Abstand zur 200 Tage Linie war außergewöhnlich hoch, sogar stärker als in früheren Extremphasen
  • Fundamentale Kritik: Die Eigenkapitalrendite sei mit 7 Prozent kein besonders beeindruckender Wert

Das sind keine absurden Punkte. Gerade die Historie von Micron zeigt wirklich, wie brutal zyklisch diese Aktie sein kann. Fast jedes Jahr im Schnitt ein Rückgang von 30 Prozent oder mehr, das ist schon eine Hausnummer.

Trotzdem gibt es gute Gründe, bei der Shortthese vorsichtig zu sein.

Der entscheidende Unterschied zu früheren Zyklen könnte sein, dass Micron heute eine ganz andere Stellung im Markt hat als in vielen früheren Phasen. Die Relevanz im KI Umfeld ist deutlich höher. Dazu kommt, dass das Unternehmen mittlerweile stärker mit mittel und langfristigen Liefervereinbarungen arbeitet. Dadurch könnte die klassische Micron Zyklik zwar nicht verschwinden, aber womöglich weniger extrem ausfallen als früher.

Außerdem ist die Aktie zwar stark gelaufen, aber die Ertragsdynamik ist eben auch massiv. Das ist nicht einfach nur eine Bewertungsblase auf Basis heißer Luft. Es ist eher eine Ertragsblase, also ein Szenario, in dem die Margen und Gewinne auf ein Niveau geschossen sind, das womöglich nicht dauerhaft haltbar ist.

Genau deshalb ist das Timing so schwierig. Langfristig kann Burry mit seiner Skepsis richtig liegen. Kurzfristig kann eine Aktie mit einstelligem KGV und enormem Gewinnmomentum trotzdem weiterlaufen oder nach Rücksetzern schnell wieder hochgekauft werden.

Und genau das sieht man ja bereits. Solche Werte können in kürzester Zeit kräftig korrigieren und trotzdem direkt wieder nach oben drehen. Für Shortseller ist das brandgefährlich.

Nvidia und der KI Geldkreislauf: strategisch clever oder erstes Warnsignal?

Aktienverlinkung: US67066G1040

Rund um Nvidia tauchen inzwischen immer mehr Meldungen auf, die zeigen, wie komplex das Zusammenspiel im KI Markt geworden ist.

Ein neues Thema: Nvidia unterstützt offenbar jüngere Cloudunternehmen finanziell und sichert sich im Gegenzug Beteiligungen an deren Umsätzen oder schafft Strukturen, die Nachfrage nach Rechenleistung und Chips absichern sollen.

Das kann man auf zwei Arten lesen. Die skeptische Interpretation lautet: Wenn die Nachfrage ohnehin so explodiert, warum braucht es dann solche Konstrukte? Warum muss Nvidia Kunden noch stärker absichern oder indirekt finanzieren, wenn doch angeblich alles problemlos abgenommen wird?

Die positivere Sicht ist allerdings ebenfalls plausibel: Genau in einer Phase maximaler Stärke ist es für Nvidia am einfachsten, sich strategisch bei Kunden festzusetzen. Wer heute finanzielle Hilfe oder enge Partnerschaften bietet, kann sich damit morgen Absatz sichern und gleichzeitig die Konkurrenz auf Abstand halten.

Vor allem mit Blick auf AMD, Intel, Google, Amazon und weitere Player ist das durchaus nachvollziehbar. Der Wettbewerb im KI Hardwaremarkt nimmt zu. Google baut eigene Chips, Amazon ebenfalls, AMD und Intel drängen stärker rein, Anthropic denkt über eigene Chipentwicklungen nach. Nvidia kann sich also gar nicht darauf verlassen, ewig allein auf weiter Flur zu stehen.

Deshalb kann man diese Deals auch als klassischen Burggraben Ausbau verstehen. Nicht nur Chips verkaufen, sondern sich tief in die Infrastruktur und Geschäftsmodelle der Kunden hineinarbeiten.

Trotzdem sollte man das kritisch beobachten. Denn je mehr der Markt von gegenseitigen Garantien, Beteiligungen und Finanzierungsmodellen lebt, desto eher stellt sich die Frage, wie organisch die Nachfrage am Ende wirklich ist.

Meta als möglicher Cloudanbieter: ist das die nächste große Story?

Aktienverlinkung: US30303M1027

Eine der spannendsten Meldungen der Woche kam von Meta. Der Konzern prüft offenbar, überschüssige Kapazitäten aus seinen Rechenzentren externen Kunden zur Verfügung zu stellen. Das könnte ein völlig neuer Geschäftsbereich werden.

Diskutiert werden mehrere Modelle:

  • Zugang zu KI Modellen auf Meta Infrastruktur
  • Verkauf roher Rechenzentrumskapazitäten
  • Zugang für Entwickler zu Chips, Modellen und Systemen innerhalb des Meta Ökosystems

Die Börse reagierte zunächst begeistert. Die Meta Aktie legte deutlich zu, während Konkurrenten aus dem Infrastruktur und Cloudumfeld teils stark unter Druck gerieten.

Das ist auch verständlich, denn Meta hatte bisher ein klares Wahrnehmungsproblem: Trotz aller KI Investments war nur schwer messbar, wie daraus ein eigenständiger Umsatzstrom werden soll. Bei Microsoft mit Azure, Amazon mit AWS oder Google mit Gemini und Cloud ist der Hebel offensichtlicher. Meta verdiente bislang fast vollständig über Werbung. Rund 98 Prozent der Erlöse kommen aus diesem Bereich.

Genau das war auch immer der Grund, warum Meta bei vielen Bewertungsvergleichen günstiger aussah als andere Big Techs. Das Unternehmen ist hochprofitabel, aber in den Einnahmequellen deutlich weniger diversifiziert.

Ein Cloud oder Infrastrukturgeschäft könnte diese Lücke zumindest teilweise schließen. Gleichzeitig ist die Meldung aber nicht nur positiv zu lesen. Denn sie kann auch als Eingeständnis verstanden werden, dass Meta mit manchen eigenen KI Ambitionen nicht schnell genug vorankommt und deshalb nach zusätzlichen Wegen sucht, die riesigen Investitionen wirtschaftlich zu verwerten.

Hinzu kommt ein gewisser Widerspruch: Erst werden neue Partnerschaften mit externen Infrastrukturpartnern kommuniziert, kurz darauf denkt man darüber nach, selbst Kapazitäten zu vermarkten. Das kann strategische Flexibilität sein. Es kann aber auch zeigen, dass das Unternehmen selbst noch dabei ist, seinen effizientesten Kurs zu finden.

Ob Meta deshalb jetzt automatisch ein Kauf ist? So einfach ist es nicht. Die Aktie ist unter den großen Techwerten zwar weiterhin nicht teuer, aber auch kein offensichtliches Schnäppchen mehr. Spannend ist Meta vor allem deshalb, weil sich hier wieder zeigt, wie diese Konzerne ständig neue Monetarisierungshebel schaffen. Gerade nach schwächeren Phasen lohnt es sich bei solchen Unternehmen fast immer, genauer hinzuschauen.

Steigen Donald Trump und die US Regierung bei OpenAI ein?

Auch bei OpenAI verdichten sich die Zeichen, dass das Unternehmen nicht nur technologisch, sondern zunehmend auch politisch denkt. Im Raum steht ein möglicher Anteil für die US Regierung im Wert von rund 42 Milliarden Dollar, was einer Bewertung im Bereich von 800 bis 900 Milliarden Dollar entsprechen würde.

Das kann man als Versuch lesen, politischen Druck abzufedern und sich Rückendeckung zu sichern.

Der Hintergrund ist klar: KI ist längst ein geopolitisches Thema. Nationale Sicherheit, Modellzugang, staatliche Aufträge und regulatorische Einflussnahme spielen eine immer größere Rolle. Wenn ein Unternehmen in diesem Umfeld die Regierung an Bord holt, dann ist das nicht nur Symbolpolitik. Es kann ein Schutzschild sein.

Gerade im Vergleich zu anderen Akteuren ist das interessant. OpenAI steht unter hohem Erwartungsdruck, gleichzeitig wächst die Konkurrenz extrem schnell. Anthropic liefert starke Modelle, Google ist mit Gemini tief im Spiel, und die Frage nach langfristiger Profitabilität ist bei OpenAI weiter alles andere als geklärt.

Deshalb wirkt ein möglicher Regierungseinstieg nicht unbedingt wie ein Zeichen purer Stärke. Es kann genauso gut heißen: Man will sich absichern, bevor es operativ oder finanziell noch komplizierter wird. Der verschobene Börsengang passt in dieses Bild.

Kurz gesagt: OpenAI bleibt ein faszinierender Name, aber eben auch ein extrem komplexer Fall. Viel Fantasie, viel politischer Rückenwind möglich, aber auch viele offene Fragen.

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Tesla liefert stark, die Aktie fällt trotzdem

Aktienverlinkung: US88160R1014

Zum Schluss noch Tesla, denn auch hier war die Woche alles andere als langweilig.

Die Auslieferungszahlen fielen stark aus. Rund 480.000 Fahrzeuge wurden ausgeliefert und damit deutlich mehr als viele erwartet hatten. Die Schätzungen lagen eher im Bereich von 400.000. Gleichzeitig produzierte Tesla weniger Fahrzeuge als ausgeliefert wurden, was darauf hindeutet, dass Bestände abgebaut wurden.

Besonders bemerkenswert: Auch in Europa lief es zuletzt wieder besser. Dazu kam ein starkes Quartal im Bereich Energy Storage mit 13,5 Gigawattstunden installierter Kapazität. Insgesamt also operativ ein ziemlich ordentliches Bild.

Trotzdem reagierte die Aktie schwach und verlor deutlich. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass der Technologiesektor an diesem Tag insgesamt unter Druck stand und ein Teil der positiven Spekulation im Vorfeld bereits eingepreist war.

Spannender als die kurzfristige Kursreaktion ist aber ein anderes Thema: Laut einem internen Bericht gibt es bei Tesla inzwischen ein wöchentliches Ausgabenlimit für KI Projekte von 200 Dollar pro Entwickler.

Das klingt erst mal absurd wenig für ein Unternehmen, das bei KI und Robotaxis ganz vorne mitspielen will. Der Hintergrund ist aber nachvollziehbar. Die Nutzung moderner KI Systeme kann extrem teuer werden. Einzelne Prompts oder Entwicklungsdurchläufe verbrennen schnell enorme Mengen an Tokens und damit Geld. Wenn viele Teams unkontrolliert experimentieren, explodieren die Kosten.

Und genau da liegt vielleicht eines der unterschätztesten Risiken der gesamten KI Story: Nicht nur die Anbieter von Infrastruktur haben gewaltige Investitionskosten. Auch die Kunden haben keine unbegrenzten Budgets.

Wenn selbst Unternehmen wie Tesla anfangen, intern stärker auf die Kostenbremse zu treten, dann sollte man das ernst nehmen. Noch ist das kein Beweis für eine platzende KI Blase. Aber es ist ein Hinweis darauf, dass wirtschaftliche Realität und technologische Euphorie irgendwann wieder zusammenfinden müssen.

Was man aus all dem mitnehmen sollte

Der Markt ist gerade voller Widersprüche, aber genau darin liegt auch die Chance.

  • Ein schwächerer Arbeitsmarkt kann kurzfristig bullish sein, solange er nicht zu stark kippt.
  • Micron ist ein Paradebeispiel dafür, wie schwer Timing in extrem zyklischen KI Gewinnern ist.
  • Nvidia baut seinen Burggraben weiter aus, bewegt sich dabei aber in einem Markt, der zunehmend komplex und teilweise künstlich gestützt wirkt.
  • Meta könnte sich mit einem Cloudmodell ein neues Standbein schaffen, muss aber erst beweisen, dass daraus ein tragfähiges Geschäft wird.
  • OpenAI sucht offenbar nicht nur Kapital, sondern auch politischen Schutz.
  • Tesla zeigt starke operative Zahlen, macht aber gleichzeitig sichtbar, dass KI Kosten auch für große Konzerne schnell ausufern können.

Gerade jetzt ist es gefährlich, nur einer einzigen Story blind hinterherzulaufen. Der Markt belohnt aktuell zwar weiter Wachstum und KI Fantasie, aber er testet gleichzeitig schon an vielen Stellen, wie belastbar diese Narrative wirklich sind.

Deshalb gilt mehr denn je: Nicht jeder Rücksetzer ist automatisch eine Kaufchance. Aber auch nicht jede Euphorie ist sofort das Ende der Fahnenstange. Wer investiert, sollte gerade in dieser Phase vor allem eines tun: sauber unterscheiden zwischen echter struktureller Stärke, kurzfristiger Übertreibung und bloßer Hoffnung.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

Häufige Fragen

Steigt Donald Trump mit der US-Regierung bei OpenAI ein?

Trump und die US-Regierung erwägen aktuell einen 5 %-Anteil an OpenAI zu erwerben.

Was gibt es bei Trade Republic neues?

Bei Trade Republic können Kunden nun bei ihren Orders zwischen 30 Börsenplätzen auswählen und haben zudem die Möglichkeit für beispielsweise 2 EUR über XETRA zu handeln.

Wird Meta jetzt zum Cloudanbieter?

Ja, Meta erwägt aktuell, seine überschüssigen Cloudkapazitäten an externe Kunden weiterzuvermieten. Andere Cloud-Anbieter wie Nebius verloren durch die Meldung kurzfristig deutlich an Wert.

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