Oracle Aktie: Investitionen sollen sinken: 30 Milliarden Cashflow

Oracle erwartet ab dem Geschäftsjahr 2029 mindestens 30 Milliarden US-Dollar freien Cashflow. Die Investitionsausgaben sollen zuvor ihren Höchststand…

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Investitionshöhepunkt: Oracle erwartet die höchsten Investitionsausgaben in den Geschäftsjahren 2027 und 2028.
  2. Cashflow-Ziel: Für das Geschäftsjahr 2029 plant Oracle mindestens 30 Milliarden US-Dollar freien Cashflow.
  3. Umsatz 2030: Oracle peilt für das Geschäftsjahr 2030 mindestens 225 Milliarden US-Dollar Umsatz an.
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Die Oracle-Aktie legte heute deutlich zu. Auf seinem Investor Day stellte der Konzern neue Langfristziele vor: Die Investitionen sollen zunächst weiter steigen und danach zurückgehen. Auf dem Investor Day am 28. Oktober stellte Oracle für das Geschäftsjahr 2029 mindestens 30 Milliarden US-Dollar freien Cashflow in Aussicht. Der Plan verbindet sinkende Investitionsausgaben mit dem Anspruch, das weitere Wachstum ab diesem Geschäftsjahr selbst zu finanzieren. Die Oracle-Aktie notierte am 28. Oktober um 22:10 Uhr MEZ bei Lang & Schwarz Exchange 7,25 Prozent höher bei 126,28 Euro.

Erst hohe Ausgaben, dann der Rückgang

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Oracle erwartet, dass die Investitionsausgaben in den Geschäftsjahren 2027 und 2028 ihren Höchststand erreichen. Im Geschäftsjahr 2029 sollen sie wieder sinken. Das Unternehmen setzt damit einen zeitlichen Rahmen für den Übergang von einer Phase hoher Investitionen zu einem Geschäft, das mehr freien Cashflow abwirft. Einen konkreten jährlichen Ausgabenpfad für diese Jahre nennt das langfristige Ziel nicht.

Wie hoch der Aufwand zuletzt war, zeigt das Geschäftsjahr 2026: Oracle meldete Investitionsausgaben von 55,7 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl macht deutlich, dass die angekündigte Entwicklung von einem hohen Ausgangsniveau ausgeht. Der erwartete Rückgang bedeutet aber nicht, dass Oracle ab 2029 keine größeren Investitionen mehr tätigen will. Die Aussage bezieht sich auf eine Abnahme nach den erwarteten Spitzen in den beiden vorherigen Geschäftsjahren.

Die Richtung ist für Anleger relevant, weil hohe Investitionen den Spielraum für freien Cashflow begrenzen können. Oracle stellt nun in Aussicht, dass sich die Ausgaben nach den Spitzenjahren verringern und parallel der freie Cashflow steigt. Das ist ein Unternehmensziel, kein bereits erzieltes Ergebnis. Die Zahlen für 2027 und 2028 bleiben dabei wichtige Zwischenpunkte, weil Oracle gerade für diese beiden Jahre den Ausgabenhöhepunkt erwartet.

 

30 Milliarden US-Dollar freier Cashflow im Geschäftsjahr 2029

Für das Geschäftsjahr 2029 erwartet Oracle einen positiven freien Cashflow von mindestens 30 Milliarden US-Dollar. Zugleich soll das Wachstum ab diesem Geschäftsjahr selbstfinanziert sein. Damit beschreibt Oracle eine Veränderung der Finanzierung: Das Unternehmen rechnet damit, sein Wachstum aus den eigenen finanziellen Mitteln tragen zu können, statt dafür in gleichem Maß auf zusätzliche Finanzierung angewiesen zu sein.

Zum Plan gehört auch eine Kennzahl zur Verschuldung. Oracle erwartet, dass die Nettoverschuldung im Verhältnis zum bereinigten EBITDA unter das 3,5-Fache sinkt. Die Kombination aus einem positiven freien Cashflow und einer niedrigeren Verschuldungsquote beschreibt, wie das Unternehmen seine Finanzlage bis 2029 entwickeln will. Beide Werte sind Prognosen für ein künftiges Geschäftsjahr.

Der freie Cashflow ist dabei nicht mit Umsatz oder Gewinn je Aktie gleichzusetzen. Oracle nennt ihn als eigene Zielgröße neben Umsatz, operativer Marge und bereinigtem Gewinn je Aktie. Für die Einordnung der Investitionspläne ist vor allem der Zeitablauf wichtig: Auf die erwarteten Investitionsspitzen 2027 und 2028 sollen niedrigere Ausgaben und mindestens 30 Milliarden US-Dollar freier Cashflow im Geschäftsjahr 2029 folgen. Der freie Cashflow soll bereits in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2028 positiv werden. Oracle veröffentlichte die Ziele auf seinem Investor Day. 

Das Umsatzziel für 2030 setzt die Latte hoch

Für das Geschäftsjahr 2030 peilt Oracle einen Umsatz von mindestens 225 Milliarden US-Dollar an. Dazu kommen eine bereinigte operative Marge von mindestens 40 Prozent und ein bereinigter Gewinn je Aktie von mindestens 21 US-Dollar. Das Unternehmen stellt also nicht allein einen Rückgang der Investitionsausgaben in Aussicht, sondern verbindet ihn mit konkreten Wachstums- und Profitabilitätszielen.

Als näheren Vergleichspunkt hat Oracle die Prognose für das Geschäftsjahr 2027 bestätigt: mindestens 90 Milliarden US-Dollar Umsatz und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,10 US-Dollar. Der Mindestwert des Umsatzziels für 2030 liegt damit beim 2,5-Fachen des für 2027 genannten Mindestwerts. Das ist ein Vergleich der Zielgrößen, keine Aussage darüber, wie sich der Umsatz in jedem einzelnen Jahr entwickeln wird.

Die Zielspanne macht den Anspruch deutlich: Oracle will bis 2030 deutlich mehr Umsatz erzielen und zugleich eine bereinigte operative Marge von mindestens 40 Prozent erreichen. Die angekündigte Abnahme der Investitionen soll in diesen Plan passen. Für Anleger sind deshalb beide Seiten entscheidend: Das Umsatzwachstum muss mit einer ausreichend hohen Marge einhergehen, damit sich die Ziele für freien Cashflow und Gewinn je Aktie miteinander verbinden lassen.

Weniger zusätzliche Finanzierung: Was das für die Oracle Aktie heißt

Laut Investing.com will Oracle zusätzliche Kapitalmarktfinanzierungen bis zum Geschäftsjahr 2030 auf 20 Milliarden US-Dollar begrenzen. Diese Summe soll sich auf Eigenkapital und Bruttoverschuldung verteilen. Die Begrenzung ergänzt das Ziel, das Wachstum ab 2029 selbst zu finanzieren, beschreibt aber eine andere Größe als die Investitionsausgaben: Sie bezieht sich auf zusätzliche Finanzierung am Kapitalmarkt.

Investing.com berichtete außerdem, dass die Oracle-Aktie nach der Veröffentlichung der langfristigen Ziele deutlich zulegte. Am Abend des 28. Oktober lag der Kurs bei Lang & Schwarz Exchange bei 126,28 Euro, ein Tagesplus von 7,25 Prozent. Der Kursstand zeigt die Bewegung an diesem Handelstag; er bestätigt nicht, dass Oracle die Ziele für 2029 oder 2030 bereits erreicht hat.

Bei den Oracle-Investitionen liegt der Kern der Ankündigung im Wechsel zwischen zwei Phasen: hohe Ausgaben bis zu den erwarteten Spitzen 2027 und 2028, danach ein Rückgang. Oracle verknüpft diesen Plan mit mindestens 30 Milliarden US-Dollar freiem Cashflow im Geschäftsjahr 2029, selbstfinanziertem Wachstum und ambitionierten Zielen für 2030. Der bisherige Investitionsaufwand von 55,663 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026 zeigt, welche Größenordnung den Ausgangspunkt bildet.

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Meine Meinung dazu:

Die Oracle-Aktie wurde von ihrem Hype-Hoch massiv abverkauft. Die heutige Meldung vom Investorentag zu den zukünftigen Investitionsausgaben könnte zu einem Umdenken bei vielen Investoren führen und der Aktie den newstechnischen Boden für eine Erholungsrallye bieten. – Lars Weigand – Team Goldesel

Oracle Aktie Chartanalyse – Boden drin?

Oracle Aktie Chartanalyse - Boden drin?
Oracle Aktie Chartanalyse – Tageschart – Oktober 2026

Die Oracle Aktie hat von ihren Hype-Hochs über 330 USD und dem Jahreshoch 2026 bei rund 250 USD massiv korrigiert, könnte aber mit der Meldung zu den zukünftigen Investitionsausgaben im Rücken nun den Boden gefunden haben. Mit dem heutigen Kurssprung konnte die Aktie die 50-Tage-Linie überwinden. Sollte die Aktie in den nächsten Tagen über den letzten Hochs bei rund 147 USD schließen und das Volumen-Cluster im aktuellen Chartbereich hinter sich lassen, könnte einer Erholungsrallye starten. Als mittel- bis langfristiges Ziel ist der Bereich um 250 USD durchaus denkbar.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist im besprochenen Wertpapier zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert.

Häufige Fragen

Warum ist die Oracle Aktie heute gestiegen?

Oracle hat auf seinem Investor Day am 28. Oktober neue Langfristziele vorgestellt. Dazu gehören sinkende Investitionen ab dem Geschäftsjahr 2029 und mindestens 30 Milliarden US-Dollar freier Cashflow in diesem Jahr.

Wann erreichen Oracles Investitionen ihren Höhepunkt?

Oracle erwartet die höchsten Investitionsausgaben in den Geschäftsjahren 2027 und 2028. Im Geschäftsjahr 2029 sollen sie sinken.

Welchen Umsatz plant Oracle für 2030?

Mindestens 225 Milliarden US-Dollar. Dazu sollen eine bereinigte operative Marge von mindestens 40 Prozent und ein bereinigter Gewinn je Aktie von mindestens 21 US-Dollar kommen.

Wie viel zusätzliches Kapital will Oracle noch aufnehmen?

Bis zum Geschäftsjahr 2030 höchstens 20 Milliarden US-Dollar, je zur Hälfte als Eigenkapital und als Fremdkapital.

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