IWF senkt die Prognose
Der IWF erwartet weniger Wachstum für die Weltwirtschaft als im Vormonat. Statt 2,9 % soll das Wachstum der Weltwirtschaft nur noch 2,7 % betragen.
Beim Internationalen Währungsfonds, kurz IWF, handelt es sich um eine Institution der Vereinten Nationen. Ziel des in Washington D.C. ansässigen Währungsfonds ist eine stabile Wirtschaftsentwicklung. Dafür vergibt der IWF Kredite an Länder mit unzureichenden Währungsreserven. Außerdem überwacht der IWF die internationale Geldpolitik sowie die Wechselkurse und setzt sich für eine Ausweitung des Welthandels ein.
Als Hauptgründe für das geringere Wachstum gibt der IWF eine restriktivere Geldpolitik der Zentralbanken an, um die weit verbreitete und hohe Inflation zu bekämpfen. Das schwache Wachstum in Europa ist ein weiterer Faktor. Für Deutschland wird im kommenden Jahr beispielsweise mit einer Rezession gerechnet. Zudem gibt es weiterhin Probleme in den Lieferketten. In China wird das Wachstum durch eine restriktive Corona-Politik verlangsamt. Auch die Lebensmittelunsicherheit durch den Ukraine-Krieg verhindert ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft.
Aus Sicht des IWFs ist das aktuelle Umfeld mit sehr vielen Unsicherheiten behaftet. Insbesondere die weitere Entwicklung der Inflation stellt einen maßgeblichen Faktor für das weitere Wirtschaftswachstum dar. Eine Verschärfung der Energiekrise in Europa, durch politische Entscheidungen, könnte das Wachstum der Weltwirtschaft weiter eindämmen.
Damit senkt der IWF die Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft erneut. Der Bericht wurde pünktlich zum Start des G20 Treffens auf Bali in Indonesien veröffentlicht und wird wohl als Diskussionsgrundlage dienen.
Siehe auch: Bico Group – Turnaround eingeleitet?