Wendy's Aktie: Peltz bietet 7,35 Dollar je Aktie für Wendy's
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Nelson Peltz’ Trian führt eine Investorengruppe mit einem unverbindlichen Barangebot für Wendy’s an.
- Geboten werden 7,35 US-Dollar je Aktie; der Unternehmenswert liegt bei rund 1,4 Milliarden US-Dollar.
- Die Wendy’s-Aktie legte am 28. Oktober deutlich zu und notierte am Nachmittag bei Lang & Schwarz 15,71 Prozent im Plus.
- Ob Wendy’s das Angebot annimmt oder Verhandlungen aufnimmt, ist bislang offen.
Marktanalyse & Details
Übernahmeangebot mit Aufpreis
Nelson Peltz’ Trian Fund Management will Wendy’s gemeinsam mit Partnern von der Börse nehmen. Die Gruppe bietet nach den vorliegenden Angaben 7,35 US-Dollar je Aktie in bar und bewertet die Burgerkette damit mit etwa 1,4 Milliarden US-Dollar. Als mögliche Partner werden Flynn Group, BlueFive Capital und Sixth Street Partners genannt. Trian ist bereits seit längerer Zeit an Wendy’s beteiligt.
Der gebotene Preis liegt rund 20 Prozent über dem Schlusskurs vom Dienstag. Die Aktie sprang nach Bekanntwerden des Angebots in den USA auf etwa 7,09 US-Dollar. An der Lang & Schwarz Exchange kostete sie am 28. Oktober um 14:55 Uhr 6,392 Euro und lag damit 15,71 Prozent im Tagesplus. Trotz des Kurssprungs stand die Aktie seit Jahresbeginn zu diesem Zeitpunkt noch 9,59 Prozent im Minus.
Turnaround außerhalb des Börsendrucks
Trian begründet den Vorstoß damit, dass Wendy’s eine mehrjährige Neuausrichtung als privates Unternehmen besser umsetzen könne. Der Burgeranbieter hatte zuletzt eine schwierige Phase; zugleich belastet eine zurückhaltendere Nachfrage nach Restaurantbesuchen die Branche. Ein Rückzug von der Börse könnte dem Management mehr Spielraum für längerfristige Maßnahmen geben, würde aber auch bedeuten, dass Anleger nicht mehr an einer möglichen Erholung über den Aktienmarkt teilhaben.
Analysten-Einordnung: Der Abstand zwischen dem Angebot von 7,35 US-Dollar und dem berichteten US-Kurs von rund 7,09 US-Dollar zeigt, dass der Markt den Abschluss noch nicht als sicher einpreist. Das ist bei einem unverbindlichen Angebot nachvollziehbar: Entscheidend sind die Reaktion des Verwaltungsrats, mögliche Änderungen der Konditionen und die Frage, ob die beteiligten Parteien eine verbindliche Vereinbarung erreichen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass der Kurssprung zwar den Übernahmewert widerspiegelt, aber kein sicherer Anspruch auf den Angebotspreis besteht.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt steht nun, ob Wendy’s das Angebot prüft und in Gespräche mit der Investorengruppe eintritt. Bis zu einer verbindlichen Einigung bleiben sowohl der Zeitplan als auch der letztlich erzielbare Preis offen. Anleger sollten daher neben dem möglichen Aufschlag auch das Risiko berücksichtigen, dass das Vorhaben scheitert oder sich die Bedingungen ändern.
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