Waste Connections: UBS stuft die Aktie auf Buy hoch und hebt Kursziel auf 200 US-Dollar

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Das Wichtigste in Kürze

  1. UBS hebt Waste Connections am 21. September 2026 von Neutral auf Buy und erhöht das Kursziel von 176 auf 200 US-Dollar.
  2. Die Aktie wird mit rund 14-mal dem erwarteten EV/EBITDA gehandelt und liegt damit deutlich unter ihrem früheren Bewertungsniveau.
  3. UBS erwartet für den bereinigten freien Cashflow je Aktie von 2026 bis 2029 ein jährliches Wachstum von rund 17 Prozent.
  4. Nach dem Chiquita-Canyon-Streit sollen die damit verbundenen Auszahlungen ab 2027 schrittweise sinken.

Marktanalyse & Details

UBS sieht attraktiven Einstieg

UBS hat die Einstufung von Waste Connections auf Buy angehoben und das Kursziel für die an der New York Stock Exchange gelisteten Aktien von 176 auf 200 US-Dollar erhöht. Für die Toronto gelistete Aktiengattung steigt das Ziel von 248 auf 278 kanadische Dollar.

Die jüngste Kursschwäche habe einen attraktiven Einstiegspunkt geschaffen, argumentiert UBS. Die Aktie von Waste Connections notierte zuletzt bei 135,36 Euro und lag damit am 21. September 2026 im Tagesvergleich 0,46 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn beträgt der Rückgang 10,48 Prozent.

Bewertung und Cashflow als zentrale Treiber

Waste Connections wird derzeit mit etwa dem 14-Fachen des erwarteten Unternehmenswerts zum EBITDA der kommenden zwölf Monate bewertet. Der Höchststand lag laut UBS bei rund 18,5. Historisch wurde die Aktie zudem mit einem durchschnittlichen EV/EBITDA-Aufschlag von 28 Prozent gegenüber wichtigen Wettbewerbern gehandelt; aktuell beträgt dieser Aufschlag nur noch etwa 5 Prozent.

  • Die Cashflow-Umwandlung soll sich verbessern, sobald die Ausgaben für Chiquita Canyon nach 2026 zurückgehen.
  • UBS prognostiziert für den freien Cashflow je Aktie von 2026 bis 2029 ein jährliches Wachstum von rund 17 Prozent, verglichen mit etwa 10 Prozent im Wettbewerberdurchschnitt.
  • Operativer Hebel und Aktienrückkäufe sollen das Wachstum zusätzlich unterstützen.
  • Das neue Kursziel basiert auf einem EV/EBITDA-Multiple von 15,3 für den Zeitraum vom vierten Quartal 2027 bis zum dritten Quartal 2028.

Chiquita Canyon bleibt der wichtigste Unsicherheitsfaktor

Im Mittelpunkt der Belastungen steht die Deponie Chiquita Canyon. Dort begann 2022 eine seltene chemische Reaktion im Untergrund, die als Ereignis mit erhöhter Temperatur in einer Deponie beschrieben wird. Waste Connections stellte die Abfallannahme an dem Standort am 31. Dezember 2024 ein.

Im zweiten Quartal 2026 sah sich das Unternehmen weiterhin mit mehr als 12.700 Klägern sowie mehreren Aufsichtsbehörden konfrontiert. Das Management beschreibt die Lage als stabil und erwartet, dass die für die Sanierung erforderlichen Mittelabflüsse nach dem laufenden Jahr sequenziell zurückgehen.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt die Chiquita-Risiken bereits weitgehend in der Bewertung berücksichtigt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch keinen Wegfall des Risikos: Rechtsstreitigkeiten, behördliche Vorgaben und ein längerer Sanierungszeitraum könnten die erwartete Cashflow-Erholung verzögern. Die UBS-These setzt daher voraus, dass die Auszahlungen tatsächlich nach 2026 sinken und das überdurchschnittliche Wachstum des freien Cashflows erreicht wird.

Fazit & Ausblick

UBS setzt bei Waste Connections auf eine Kombination aus niedrigerer Bewertung, sinkenden Chiquita-Belastungen und stärkerem Cashflow-Wachstum als bei den wichtigsten Wettbewerbern. Entscheidend für die weitere Neubewertung dürften die Entwicklung der Sanierungsausgaben ab 2027, neue Informationen zu Rechts- und Regulierungsrisiken sowie die tatsächliche Cashflow-Umsetzung sein.

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