VW Aktie: China-Einbruch drückt Konzernabsatz im dritten Quartal um 14,3 Prozent

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Volkswagen lieferte im dritten Quartal konzernweit rund 1,89 Millionen Fahrzeuge aus – 14,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
  2. In China brachen die Auslieferungen um 38,5 Prozent ein; von Januar bis September sank der Konzernabsatz um 9 Prozent auf gut sechs Millionen Fahrzeuge.
  3. Die Kernmarke VW verzeichnete im Quartal ein Minus von 19,3 Prozent, Audi eines von 19,7 Prozent.
  4. Die Nutzfahrzeugholding Traton entwickelte sich gegenläufig und steigerte ihre Verkäufe um 10 Prozent auf 78.900 Fahrzeuge.

Marktanalyse & Details

China belastet den Konzernabsatz

Der Rückgang bei Volkswagen hat sich im dritten Quartal beschleunigt: Von Juli bis September gingen die weltweiten Auslieferungen aller Konzernmarken auf rund 1,89 Millionen Fahrzeuge zurück. Besonders stark traf es den Konzern in China, wo die Verkäufe um 38,5 Prozent sanken. Über die ersten neun Monate summiert sich das Minus auf 9 Prozent beziehungsweise rund 600.000 Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Auch die Kernmarke Volkswagen stand deutlich unter Druck. Sie lieferte im dritten Quartal 946.600 Fahrzeuge aus, 19,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bei den vollelektrischen Fahrzeugen fiel der Rückgang konzernweit mit 4,7 Prozent auf 240.200 Auslieferungen geringer aus. In China sank der Absatz von Elektroautos allerdings um 30,1 Prozent auf 18.000 Fahrzeuge.

Audi schwach, Traton mit Gegenbewegung

Die Entwicklung bei Audi verschärft das Bild im Pkw-Geschäft: Die Marke lieferte im Quartal 314.905 Fahrzeuge aus, ein Rückgang von 19,7 Prozent. Neben dem schwierigen Wettbewerb und der schwächeren Nachfrage in China wirkten sich laut den vorliegenden Angaben auch Modellwechsel aus. In den ersten neun Monaten sank Audis Absatz in China um knapp ein Viertel und in den USA um rund ein Sechstel.

Eine Ausnahme bildet Traton. Die VW-Nutzfahrzeugholding steigerte ihre Verkäufe im Quartal um 10 Prozent auf 78.900 Fahrzeuge. Besonders kräftig legte die US-Marke International Motors zu; MAN verzeichnete dagegen ein leichtes Minus. Die unterschiedlichen Trends zeigen, dass die Absatzschwäche nicht alle Geschäftsfelder und Regionen gleichermaßen betrifft.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der zentrale Belastungsfaktor für Volkswagen derzeit die regionale Absatzschwäche in China ist – und nicht allein eine allgemeine Abkühlung der Nachfrage. Der Rückgang bei VW und Audi unterstreicht zugleich, dass die Schwäche auch wichtige Pkw-Marken erfasst. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben den Gesamtlieferungen vor allem die weitere Stabilisierung in China und die Nachfrage nach Elektroautos entscheidend sind. Die besseren Traton-Zahlen liefern einen positiven Gegenpol, können den Druck im Pkw-Geschäft aber nicht ausgleichen.

Fazit & Ausblick

Die Auslieferungsdaten erhöhen den Druck auf Volkswagen, die Ursachen für den Rückgang in China einzugrenzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Pkw-Marken zu verbessern. Für die weitere Einordnung sind die kommenden Konzernzahlen und Aussagen zum Geschäftsverlauf wichtig: Erst sie zeigen, wie stark sich die niedrigeren Stückzahlen auf Umsatz, Ergebnis und Ausblick auswirken. Aus den Absatzdaten allein lässt sich die Gewinnwirkung noch nicht beziffern.

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