US-Jury spricht Taction 5,72 Milliarden Dollar von Apple zu – Apple kündigt Berufung an
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Eine US-Jury in San Diego sieht Apple wegen zweier Patente zur haptischen Technologie in der Taptic Engine in der Haftung.
- Taction Technology soll 5.721.961.750 US-Dollar Schadenersatz erhalten.
- Die Jury wertete die Patentverletzung nicht als vorsätzlich; eine mögliche Verdreifachung der Summe entfällt damit zunächst.
- Apple bestreitet die Nutzung der Technologie und will gegen das Urteil Berufung einlegen.
Marktanalyse & Details
Streit um die Taptic Engine
Das Urteil fiel am Freitag, 25. September, vor einem Bundesgericht in San Diego. Taction Technology hatte Apple vorgeworfen, zwei eigene Patente mit der Taptic Engine zu verletzen. Die Technologie erzeugt unter anderem die Vibrationen, die Nutzer von iPhones und der Apple Watch kennen. Die Geschworenen sahen insgesamt drei Patentansprüche als verletzt an und sprachen Taction Schadenersatz in Höhe von exakt 5.721.961.750 US-Dollar zu.
Apple weist den Vorwurf zurück. Der Konzern erklärt, seine Produkte nutzten Tactions Technologie nicht, und kündigte an, das Urteil anzufechten. Die Jury stellte zugleich keine vorsätzliche Patentverletzung fest. Damit entfällt vorerst die Möglichkeit, den zugesprochenen Betrag wegen Vorsatzes zu verdreifachen.
Analysten-Einordnung
Analysten-Einordnung: Die Summe ist erheblich, sollte aber nicht als endgültiger Zahlungsbetrag behandelt werden. Das angekündigte Berufungsverfahren kann das Urteil bestätigen, verändern oder aufheben; zudem können hohe Schadenersatzsummen in Patentverfahren später reduziert werden. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zunächst vor allem ein beträchtliches Rechtsrisiko und Unsicherheit über den möglichen finanziellen Ausgang. Wie stark sich der Fall auf Apples Geschäft auswirkt, lässt sich anhand der vorliegenden Informationen nicht beziffern.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt steht nun das Berufungsverfahren: Erst dessen Verlauf wird zeigen, ob Apple den Schadenersatz ganz oder teilweise zahlen muss. Anleger sollten die nächsten gerichtlichen Schritte und mögliche Änderungen an der zugesprochenen Summe im Blick behalten.
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