Uranium Energy Aktie: Produktion steigt im Schlussquartal um 157 Prozent
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Uranium Energy steigerte die Produktion im vierten Geschäftsquartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 157 Prozent auf 82.744 Pfund.
- Im Gesamtjahr produzierte das Unternehmen 229.294 Pfund Uran zu Cash-Kosten von 34,24 US-Dollar je Pfund.
- Der Verkauf von 400.000 Pfund aus Lagerbeständen brachte einen durchschnittlichen Preis von 93,13 US-Dollar je Pfund und 37,3 Millionen US-Dollar Umsatz.
- Zum 31. Juli verfügte UEC über 753 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln im Unternehmenssinne und hatte keine Schulden.
Marktanalyse & Details
Mehr Produktion, niedrigere Kosten
Uranium Energy hat für das Geschäftsjahr bis zum 31. Juli 2026 den Jahresbericht vorgelegt. Im Schlussquartal kamen die Betriebe Christensen Ranch in Wyoming und Burke Hollow in Texas zusammen auf 82.744 Pfund ausgefälltes, getrocknetes und abgefülltes Uran – nach 32.195 Pfund im dritten Quartal. Die ausgewiesenen Gesamt-Cash-Kosten lagen im vierten Quartal bei 30,01 US-Dollar je Pfund, die Gesamtkosten bei 36,54 US-Dollar.
Für das Gesamtjahr meldet UEC eine Produktion von 229.294 Pfund. Die Gesamt-Cash-Kosten betrugen 34,24 US-Dollar je Pfund, die Gesamtkosten 39,94 US-Dollar. Burke Hollow befand sich im ersten vollständigen Betriebsquartal noch im Hochlauf: Der Abbau konzentrierte sich zunächst auf einen begrenzten Teil des ersten Produktionsgebiets, um Betriebsparameter zu ermitteln.
Verkäufe und Finanzlage
UEC verkaufte im Geschäftsjahr 400.000 Pfund aus Lagerbeständen zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 93,13 US-Dollar je Pfund. Daraus ergaben sich laut Unternehmen 37,3 Millionen US-Dollar Umsatz und 16,9 Millionen US-Dollar Bruttogewinn. Der Verkaufspreis bezieht sich auf das verkaufte Lageruran und ist nicht mit den Produktionskosten des Jahres gleichzusetzen.
Die zum 31. Juli ausgewiesenen 753 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln umfassen laut Unternehmensdefinition Barmittel, Wertpapiere und Uranbestände zu Marktwerten. Davon entfielen 495 Millionen US-Dollar auf Barmittel; Schulden meldete UEC keine. Zusätzlich hielt das Unternehmen 1,256 Millionen Pfund Uran im Lager, bewertet mit 109 Millionen US-Dollar zu den damals angesetzten Marktpreisen. Diese Angaben schließen bestimmte unfertige Erzeugnisse und Uranbestände in den Verarbeitungsanlagen aus.
Ausbau der US-Lieferkette
UEC treibt parallel den Ausbau mehrerer Projekte voran. Auf der Christensen Ranch wurden neue Sammelstationen genehmigt; ihre Produktion soll in den kommenden Wochen anlaufen. In Ludeman, dem nächsten ISR-Projekt in Wyoming, sind Arbeiten am ersten Brunnenfeld im Gang. Für die geplante Uranraffinierungs- und Konversionsanlage arbeitet die Tochtergesellschaft UR&C an einer Kostenschätzung, die bis Mitte 2027 vorliegen soll.
Ein möglicher Nachfrageimpuls kommt aus den USA: Die National Nuclear Security Administration hat einen Bedarf von vier Millionen Pfund heimischen Urans pro Jahr ab 2030 in einer Informationsanfrage beschrieben. Das ist zunächst ein behördlich formulierter Bedarf und noch kein Liefervertrag für UEC. Auch die geplante Konversionsanlage befindet sich weiterhin in der Entwicklung und benötigt Genehmigungen sowie belastbare Kosten- und Projektplanungen.
Analysten-Einordnung: Der Produktionssprung und sinkende Kosten je Pfund sprechen dafür, dass die Hochlaufphase an den bestehenden Standorten Fortschritte macht. Zugleich überstiegen die Verkäufe im Geschäftsjahr die laufende Produktion deutlich: UEC monetarisierte damit Lagerbestände, während es den Ausbau seiner Minen finanziert. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben dem Uranpreis vor allem der nachhaltige Produktionshochlauf, die Kostenentwicklung und die Umsetzung der geplanten Konversionskapazität entscheidend bleiben. Die hohe ausgewiesene Liquidität ist dabei nicht vollständig Barmittel, sondern enthält auch Wertpapiere und Uranbestände.
Fazit & Ausblick
Der Jahresbericht zeigt ein wachsendes Produktionsprofil und eine schuldenfreie Bilanz, aber auch ein Unternehmen, dessen weitere Entwicklung von Hochlauf, Genehmigungen und Investitionsumsetzung abhängt. UEC plante für den 29. September eine Telefonkonferenz zu den Ergebnissen und den nächsten Meilensteinen. Für Sweetwater erwartet der Genehmigungsfahrplan derzeit eine abgeschlossene Umweltprüfung im März 2027 und die Genehmigung des Betriebsplans im Mai 2027; die Kostenschätzung für UR&C soll Mitte 2027 folgen. Diese Termine sind Unternehmens- beziehungsweise Behördenplanungen und können sich ändern.
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