UBS Aktie: Neuer Bewertungsansatz könnte Kapitalbedarf im Streit senken

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Ein Vorschlag im Nationalrat setzt auf die Equity-Methode für UBS-Tochtergesellschaften.
  2. Der alternative Ansatz könnte den künftigen Eigenmittelbedarf verringern; die tatsächliche Entlastung ist noch offen.
  3. Die vom Ständerat beschlossene 90-Prozent-Unterlegung könnte UBS rund 16 Milliarden US-Dollar zusätzlich kosten.
  4. Die Detailberatung im Nationalrat ist für den 23. und 24. November vorgesehen.

Marktanalyse & Details

Vorschlag setzt bei der Bewertung an

Im Streit um schärfere Eigenmittelvorschriften ist im Nationalrat ein Kompromissvorschlag aufgetaucht. Er sieht vor, ausländische Tochtergesellschaften der UBS nach der sogenannten Equity-Methode zu bewerten. Damit würden deren Verluste konsistenter bei der Muttergesellschaft und im Konzern erfasst. Nach Darstellung der UBS könnte der Ansatz zugleich starke Bewertungsschwankungen und Abschreibungen begrenzen.

Ob die Methode den regulatorischen Kapitalbedarf tatsächlich senkt – und in welchem Umfang –, ist bislang nicht geklärt. Auch ist offen, ob der Vorschlag im Nationalrat genügend Unterstützung erhält. Die UBS äußerte sich dazu am Mittwoch nicht.

Kapitalfrage bleibt politisch umkämpft

Der Ständerat hatte im September beschlossen, dass die UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften künftig mit 90 Prozent hartem Kernkapital (CET1) unterlegen muss. Für die Bank könnte das zusätzliche Eigenmittelanforderungen von rund 16 Milliarden US-Dollar bedeuten. Die Vorlage der Regierung sah eine vollständige Unterlegung vor. Der Gesetzesentwurf wird derzeit in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats beraten; die Detailberatung ist für den 23. und 24. November geplant.

Analysten-Einordnung: Der Vorschlag verändert zunächst die Bewertungsgrundlage, nicht automatisch die politische Vorgabe zur Kapitalunterlegung. Für Anleger bedeutet das: Eine mögliche Entlastung ist noch kein beschlossenes Ergebnis. Entscheidend werden die konkrete Ausgestaltung der Equity-Methode und die weiteren Beratungen im Nationalrat sein. Die UBS-Aktie notierte am 4. November um 17:20 Uhr bei 44,95 Euro und lag damit 4,53 Prozent im Plus. Der Tagesanstieg fällt mit Berichten über die Kompromisssuche zusammen, belegt für sich genommen aber keinen direkten Ursache-Wirkungs-Zusammenhang.

Fazit & Ausblick

Der alternative Bewertungsansatz eröffnet der UBS eine mögliche Verhandlungslinie, lässt die finanzielle Entlastung aber vorerst offen. Der nächste wichtige Termin ist die Detailberatung der Vorlage am 23. und 24. November. Erst danach dürfte klarer werden, ob sich die Kapitalanforderungen gegenüber den bisherigen Plänen ändern.

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