Trump soll China US-Waffen angeboten haben: Was das für Lockheed Martin bedeutet

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Das Wichtigste in Kürze

  1. US-Botschafter David Perdue sagte, Donald Trump habe Xi Jinping gefragt, ob China US-Waffen kaufen wolle.
  2. Peking äußerte sich zurückhaltend; konkrete Angaben zu Zeitpunkt und Reaktion fehlen.
  3. US-Regierungsbeamte erklärten Berichten zufolge, Washington plane keinen Waffenverkauf an China und verwiesen auf rechtliche Hürden.
  4. Lockheed Martin ist durch F-35-Komponenten und laufende Raketenaufträge mit der angespannten Sicherheitslage verbunden, ein China-Geschäft ist aber nicht bestätigt.

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Unbestätigte Aussage, keine erkennbare Verkaufsplanung

Auslöser der Debatte waren Äußerungen des US-Botschafters in China, David Perdue. Er sagte in einem Fernsehinterview, Trump habe den chinesischen Präsidenten Xi Jinping einmal gefragt, ob China US-Waffen kaufen wolle. Wann das Gespräch stattgefunden haben soll und wie Xi reagierte, blieb offen. Auch Peking bestätigte keine Einzelheiten. Außenamtssprecher Guo Jiakun erklärte lediglich, China stärke seine Verteidigungsfähigkeit entsprechend den eigenen Bedürfnissen.

US-Regierungsbeamte erklärten Berichten zufolge, die Vereinigten Staaten hätten keine Pläne für einen Waffenverkauf an China. Ein Beamter verwies demnach darauf, dass ein solcher Verkauf gesetzlich verboten sei. Damit steht bislang eine nicht näher ausgeführte Aussage des Botschafters einer klaren Absage an konkrete Verkaufspläne gegenüber.

Warum die Debatte Lockheed Martin berührt

Für Lockheed Martin ist die Frage vor allem geopolitisch relevant: Der Konzern produziert unter anderem das F-35-Kampfflugzeug und beliefert US-Verbündete. Washingtons Waffenlieferungen an Taiwan sind ein langjähriger Streitpunkt mit Peking; ein weiteres Paket im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar steht laut den vorliegenden Angaben noch aus.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der Konzern durch den jüngsten Fall sensibler F-35-Komponenten, die auf dem Transport über Hongkong nach China gelangt sein sollen. Die Teile stammten dem Bericht zufolge von Lockheed Martin und wurden bislang nicht zurückgegeben. Ein Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und dem angeblichen Gespräch über einen möglichen Waffenverkauf ist nicht belegt.

Operativ steht Lockheed Martin zugleich vor umfangreichen US-Aufträgen: Die US-Armee vergab einen Rahmenvertrag über bis zu 1,2 Milliarden US-Dollar für die PrSM-Increment-2-Rakete. Das Unternehmen baut zudem nach den vorliegenden Angaben seine Produktionskapazität für mehrere Raketensysteme aus. Diese Verträge sind konkrete Geschäftsfakten; aus der diplomatischen Kontroverse folgt dagegen bislang weder ein neuer Auftrag noch eine Änderung bestehender Verkäufe.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die unmittelbare Bedeutung für Lockheed Martin derzeit eher im politischen und sicherheitstechnischen Umfeld als in einem nachweisbaren Umsatzimpuls liegt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, zwischen der zugespitzten Rhetorik und bestätigten Beschaffungsentscheidungen zu unterscheiden. Der Kurs lag am 28. September 2026 um 11:12 Uhr bei 457,60 Euro und damit 0,93 Prozent im Tagesplus; daraus lässt sich ohne weitere Belege keine Reaktion auf die Meldung ableiten. Seit Jahresbeginn betrug das Plus 10,36 Prozent.

Fazit & Ausblick

Entscheidend wird sein, ob Washington oder Peking die Darstellung des Botschafters weiter konkretisieren und ob sich daraus Änderungen bei Rüstungsexporten oder Taiwan-Lieferungen ergeben. Für Lockheed Martin bleiben vorerst die bestätigten US-Aufträge und der Fortschritt bei der Raketenproduktion greifbarer als ein nicht bestätigtes Verkaufsszenario. Weitere PrSM-Increment-2-Flugtests sind für 2027 geplant.

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