Thermo Fisher und Biodesix treiben Bluttests zur Krebsüberwachung nach der Behandlung voran
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Das Wichtigste in Kürze
- Biodesix entwickelt mit Thermo Fisher eine tumor-naive Lösung zur Überwachung minimaler Resterkrankungen (MRD).
- Der Bluttest soll zirkulierende Tumor-DNA erkennen und Patienten ohne verfügbares oder ausreichendes Tumorgewebe einbeziehen.
- Memorial Sloan Kettering Cancer Center soll die Lösung gemeinsam mit Biodesix validieren.
- Ergebnisse aus den beiden MRD-Programmen sind für Fachkonferenzen im November und Dezember 2026 vorgesehen.
Marktanalyse & Details
Thermo-Fisher-Kooperation ergänzt bestehende MRD-Arbeit
Biodesix treibt zwei Ansätze zur Überwachung minimaler Resterkrankungen voran. Das neue tumor-naive Programm entsteht mit Thermo Fisher Scientific und erweitert die Zusammenarbeit der Unternehmen bei der Validierung von Begleitdiagnostika sowie weiteren Entwicklungsarbeiten. Parallel arbeitet Biodesix mit Bio-Rad Laboratories an einem tumor-informierten Test.
Beide Verfahren untersuchen zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) im Blut, um festzustellen, ob nach einer Behandlung noch eine Erkrankung vorhanden ist oder zurückkehrt. Der tumor-informierte Ansatz bezieht Informationen aus dem Tumorgewebe ein und gilt bei verfügbarem Gewebe als besonders sensitiv. Der tumor-naive Ansatz soll auch Patienten zugänglich sein, bei denen kein oder nicht genügend Tumorgewebe vorliegt.
Validierung und Einsatzmöglichkeiten
Biodesix will beide Lösungen zusammen mit wichtigen Forschern des Memorial Sloan Kettering Cancer Center validieren. Die Tests sind für Plattformen der Kooperationspartner konzipiert, die bereits in Laboren weltweit installiert sind. Für die Entwicklung nutzt Biodesix seine Diagnostic-Cortex-Bioinformatikplattform. Fachkonferenz-Präsentationen zu den Programmen sind für November und Dezember 2026 angekündigt.
Analysten-Einordnung: Die Zusammenarbeit erweitert Thermo Fishers Rolle im Diagnostikbereich um ein Entwicklungsprogramm für die Krebsüberwachung nach einer Behandlung. Der tumor-naive Ansatz könnte die Anwendung auf Patienten ausdehnen, für die Gewebeproben fehlen oder nicht ausreichen. Die geplante Validierung auf etablierten Laborplattformen könnte die praktische Einführung erleichtern. Bis klinische Leistungsdaten vorliegen, ist der Fortschritt jedoch als Entwicklungsschritt zu werten – nicht als Nachweis eines bereits etablierten Tests oder eines kommerziellen Erfolgs.
Fazit & Ausblick
Im nächsten Schritt werden die Validierung und die für November und Dezember 2026 geplanten Präsentationen entscheidend sein. Dann dürften belastbarere Informationen zur Leistungsfähigkeit und zum möglichen Einsatz der tumor-naiven MRD-Lösung verfügbar werden.
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