Super Micro Computer Aktie: Umsatzprognose steigt nach starkem Quartal deutlich
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Super Micro erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 19,9 Milliarden US-Dollar, 298 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
- Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 1,81 US-Dollar über der Analystenschätzung von 1,23 US-Dollar.
- Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen nun 72 bis 82 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht, nach zuvor 65 bis 72 Milliarden.
- Goldman Sachs hob das Kursziel auf 35 US-Dollar an, hält aber an der Verkaufseinstufung fest.
Marktanalyse & Details
Umsatz und Gewinn über den Erwartungen
Super Micro Computer meldete für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 19,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 298 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 1,81 US-Dollar und übertraf damit die Markterwartung von 1,23 US-Dollar um 58 Cent. Der Nettogewinn lag bei 1,594 Milliarden US-Dollar; der GAAP-Gewinn je Aktie betrug 1,75 US-Dollar, verglichen mit 0,26 US-Dollar im Vorjahr.
Neue Prognose setzt hohe Messlatte
Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 19,5 bis 21,5 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,66 bis 1,90 US-Dollar. Beide Spannen liegen über den zuvor veröffentlichten Markterwartungen. Für das Gesamtjahr wurde die Umsatzprognose von 65 bis 72 Milliarden auf 72 bis 82 Milliarden US-Dollar angehoben.
JPMorgan bewertete Quartal und Ausblick positiv. Goldman Sachs erhöhte sein Kursziel von 34 auf 35 US-Dollar, beließ die Aktie aber auf „Sell“. Die beiden Einschätzungen verdeutlichen, dass ein starkes Geschäftsergebnis nicht automatisch eine einheitliche Bewertung der Aktie bedeutet.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt vor allem prüfen wird, ob Super Micro die außergewöhnlich hohe Nachfrage in verlässliches Wachstum und dauerhaft bessere Margen umsetzen kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die angehobene Jahresprognose stärkt zwar die Wachstumsperspektive, erhöht aber zugleich die Erwartungen an die kommenden Quartale. Entscheidend sind daher die tatsächliche Auslieferung der Systeme und die Entwicklung der Profitabilität.
Zusammenarbeit bei KI-Inferenzsystemen
Zusätzlich plant Super Micro eine strategische Zusammenarbeit mit SambaNova. Zum Start sind 10.000 SN50-RDU-Chips für KI-Inferenzsysteme vorgesehen, die RDUs und GPUs kombinieren. Super Micro soll die Systeme integrieren, testen, ausliefern und Kundenservice anbieten. Als erste Zielgruppen sind NeoClouds und souveräne Cloud-Anbieter genannt; anschließend soll die Zusammenarbeit auf Unternehmen mit eigenen Rechenzentren ausgeweitet werden.
Fazit & Ausblick
Das Quartal liefert starke Wachstumszahlen und eine deutlich angehobene Umsatzprognose. Für die weitere Bewertung kommt es nun darauf an, ob Super Micro die hohe Nachfrage im zweiten Quartal und im restlichen Geschäftsjahr bedienen kann, ohne dass die Margen wieder unter Druck geraten. Die kommenden Quartalsberichte werden zeigen, wie belastbar der neue Ausblick ist.
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