Super Micro Computer Aktie: KI-Server treiben Umsatzprognose auf bis zu 82 Milliarden Dollar
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Super Micro meldete für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 19,9 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 298 Prozent zum Vorjahr.
- Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 1,81 US-Dollar über der Markterwartung von 1,23 US-Dollar.
- Für das Gesamtjahr 2027 erwartet der Konzern nun 72 bis 82 Milliarden US-Dollar Umsatz, zuvor waren es 65 bis 72 Milliarden.
- Nach den Zahlen legte die Aktie im vorbörslichen Handel um mehr als sechs Prozent zu.
Marktanalyse & Details
Rekordstarkes Quartal und höhere Prognose
Der Serverhersteller profitiert von der Nachfrage nach KI-optimierten Systemen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erreichte der Umsatz 19,9 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn betrug 1,594 Milliarden US-Dollar; das Ergebnis je Aktie nach GAAP lag bei 1,75 US-Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von 9,3 auf 12,7 Prozent.
Auch der Ausblick liegt klar über den zuvor erwarteten Werten:
- Zweites Quartal FY2027: Umsatz von 19,5 bis 21,5 Milliarden US-Dollar und bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,66 bis 1,90 US-Dollar.
- Gesamtjahr FY2027: Umsatz von 72 bis 82 Milliarden US-Dollar, nach zuvor 65 bis 72 Milliarden.
Für das zweite Quartal hatte der Markt im Durchschnitt mit 17,51 Milliarden US-Dollar Umsatz und einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 1,14 US-Dollar gerechnet. Für das Geschäftsjahr lag die Umsatzschätzung bei 70,27 Milliarden US-Dollar.
Wachstum trifft auf Margenfrage
Analysten-Einordnung: Die angehobene Jahresprognose unterstreicht, wie stark die KI-Servernachfrage Super Micros Geschäft derzeit anschiebt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zugleich, dass die Messlatte für die kommenden Quartale steigt: Entscheidend wird, ob der Konzern die hohen Umsatzpläne tatsächlich umsetzen und dabei die Bruttomarge weiter verbessern kann. Trotz des deutlichen Anstiegs auf 12,7 Prozent bleibt sie ein wichtiger Beobachtungspunkt.
Die positive Geschäftsentwicklung beseitigt zudem nicht die unterschiedlichen Einschätzungen am Markt. Goldman Sachs hob das Kursziel von 34 auf 35 US-Dollar an, behielt jedoch die Einstufung „Sell“ bei. Das zeigt, dass ein starkes Quartal allein nicht alle Bewertungs- und Ausführungsrisiken ausräumt.
Zusätzliche Ausrichtung auf KI-Inferenz
Super Micro kündigte außerdem eine strategische Zusammenarbeit mit SambaNova an. Zum Start ist die Integration von 10.000 SN50-RDU-Chips in KI-Inferenzsysteme vorgesehen. Die Systeme sollen zunächst für NeoCloud- und souveräne Cloud-Anbieter entwickelt werden; später ist eine Ausweitung auf Unternehmen mit eigenen Rechenzentren geplant.
Fazit & Ausblick
Die Zahlen und die deutlich angehobene Umsatzspanne geben Super Micros KI-Wachstum zusätzlichen Rückhalt. Für die Aktie werden nun vor allem die Auslieferung der angekündigten Systeme, die Erfüllung der hohen Quartalsprognose und die weitere Margenentwicklung wichtig. Der nächste Prüfstein sind die Ergebnisse des zweiten Quartals im Geschäftsjahr 2027.
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