Südzucker hebt Jahresziele an: EBITDA steigt im zweiten Quartal um 80 Prozent
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Südzuckers EBITDA legte im zweiten Geschäftsquartal bis Ende August im Jahresvergleich um gut 80 Prozent auf 168 Millionen Euro zu.
- Für 2026/27 erwartet der Konzern nun 540 bis 680 Millionen Euro EBITDA und 8,3 bis 8,7 Milliarden Euro Umsatz.
- Höhere Ethanolpreise und stärkere Absatzmengen im Bereich Spezialitäten trugen wesentlich zum Ergebnisplus bei.
- Die Aktie notierte am 28. September um 14:57 Uhr bei 12,58 Euro und lag damit 4,31 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Quartalsergebnis und neue Prognose
Südzucker hat im zweiten Geschäftsquartal operativ deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Das EBITDA erhöhte sich in den drei Monaten bis Ende August auf 168 Millionen Euro. Als wesentliche Treiber nannte der Konzern höhere Ethanolpreise sowie gestiegene Absatzmengen im Geschäftsfeld Spezialitäten.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 hob Südzucker die Untergrenze der EBITDA-Prognose von 480 auf 540 Millionen Euro an. Die Obergrenze bleibt bei 680 Millionen Euro. Die Umsatzspanne stieg an beiden Enden um jeweils 200 Millionen Euro auf 8,3 bis 8,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte der Konzern 8,4 Milliarden Euro umgesetzt und ein EBITDA von 535 Millionen Euro erzielt.
Börsenreaktion und Analysten-Einordnung
Die Aktie sprang im Vormittagshandel zeitweise um fast acht Prozent auf mehr als 13 Euro, gab einen Teil des Anstiegs anschließend jedoch wieder ab. Der Kursstand von 12,58 Euro am Nachmittag entsprach noch einem Tagesplus von 4,31 Prozent. Die Reaktion zeigt, dass Anleger zwar die besseren Zahlen und den angehobenen Ausblick honorierten, die Details der Prognose aber kritisch prüften.
Analysten-Einordnung: Der neue Mittelpunkt der EBITDA-Spanne liegt bei 610 Millionen Euro und damit nur moderat über dem bisherigen Mittelwert von 580 Millionen Euro. Zugleich liegt er knapp über der im Markt erwarteten Größenordnung von 602 Millionen Euro. Das Umsatzplus fällt deshalb überzeugender aus als die Ergebnisanhebung. Dies deutet darauf hin, dass die höheren Erlöse nicht automatisch in gleich starkes Gewinnwachstum münden. Zudem gab es keine neuen Angaben zum Zuckergeschäft, das für die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2027/28 maßgeblich bleibt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die Ergebniswende erhält Unterstützung durch Ethanol und Spezialitäten, doch die Nachhaltigkeit hängt auch davon ab, wie sich das Zuckersegment entwickelt und ob günstige Ethanolmarktbedingungen anhalten.
Fazit & Ausblick
Die angehobene Prognose verbessert Südzuckers Perspektive für 2026/27, bleibt beim EBITDA aber innerhalb einer breiten Spanne. Im Fokus stehen nun die weitere Entwicklung der Ethanolpreise, die Absatzdynamik bei Spezialitäten und neue Hinweise zum Zuckergeschäft. Der Konzern hat in den vorliegenden Angaben keinen konkreten nächsten Veröffentlichungstermin genannt.
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