Starbucks Aktie: Gewinnprognose übertrifft Erwartungen, Umsatz-Ausblick enttäuscht
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Starbucks erzielte im vierten Quartal 9,14 Milliarden US-Dollar Umsatz, rund 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
- Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,80 US-Dollar über der Markterwartung von 0,72 US-Dollar.
- Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert Starbucks 3,15 bis 3,25 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie, aber etwa 1 Prozent weniger Umsatz.
- Die Aktie fiel nachbörslich um rund 2 Prozent; zugleich kündigte Starbucks einen Aktienrückkauf über 1 Milliarde US-Dollar an.
Marktanalyse & Details
Starke vergleichbare Verkäufe, schwächerer Umsatz
Im am 27. September beendeten vierten Geschäftsquartal stiegen die weltweiten vergleichbaren Verkäufe um 7,2 Prozent und übertrafen damit die Analystenerwartung von 5,4 Prozent. Der Zuwachs beruhte laut Unternehmen auf einem höheren durchschnittlichen Bestellwert und mehr Transaktionen. Dennoch sank der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 4 Prozent auf 9,14 Milliarden US-Dollar und blieb damit unter den Erwartungen.
Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 0,80 US-Dollar. Auch der GAAP-Gewinn verbesserte sich deutlich: Das ausgewiesene EPS lag bei 0,59 US-Dollar nach 0,12 US-Dollar im Vorjahresquartal. Die operative Marge erreichte 14 Prozent und lag damit 4,5 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor.
Ausblick und Umbau der China-Sparte
Für das Geschäftsjahr 2027 stellt Starbucks einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,15 bis 3,25 US-Dollar in Aussicht. Die Spanne liegt knapp über der Markterwartung von rund 3,14 US-Dollar. Beim konsolidierten Umsatz rechnet das Unternehmen dagegen mit einem Rückgang von etwa 1 Prozent. Als wesentlichen Grund nennt Starbucks den Wechsel des chinesischen Einzelhandelsgeschäfts in ein lizenziertes Gemeinschaftsunternehmen. Die Prognose berücksichtigt zudem rund 700 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit einer 53. Geschäftswoche.
In Nordamerika erwartet Starbucks für 2027 ein Wachstum der vergleichbaren Verkäufe von etwa 4 Prozent. Geplant sind dort 90 bis 100 Netto-Neueröffnungen sowie rund 2.000 Filialmodernisierungen. Die Investitionen sollen etwa 5 Prozent des Nettoumsatzes ausmachen. Außerdem stellte das Unternehmen einen Aktienrückkauf im Umfang von 1 Milliarde US-Dollar vor.
Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen, dass die operative Erholung bei den Filialverkäufen ankommt und sich auch in einer höheren Marge niederschlägt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch noch keine eindeutige Trendwende: Der erwartete Umsatzrückgang und die strukturelle Veränderung durch das China-Gemeinschaftsunternehmen erschweren den Vergleich mit dem Vorjahr. Der nachbörsliche Kursrückgang von rund 2 Prozent deutet darauf hin, dass der bessere Gewinn-Ausblick die Umsatzsorgen zunächst nicht ausgleichen konnte. Entscheidend wird sein, ob Starbucks die Verkaufsdynamik in dauerhaftes Gewinnwachstum umwandeln kann.
Fazit & Ausblick
Starbucks startet mit einer über den Erwartungen liegenden Gewinnprognose und kräftigen vergleichbaren Verkäufen in das Geschäftsjahr 2027. Zugleich signalisiert der Umsatz-Ausblick, dass der Umbau des China-Geschäfts die ausgewiesenen Erlöse belastet. Im weiteren Jahresverlauf dürften Anleger besonders auf die Entwicklung der Margen, die Umsetzung der Filialmodernisierungen und das Wachstum der vergleichbaren Verkäufe achten.
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