SoftBank Aktie: China stoppt ABB-Robotikgeschäft – Milliardenübernahme gerät ins Wanken

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Das Wichtigste in Kürze

  1. China untersagt SoftBank die Übernahme des ABB-Robotikgeschäfts im Land.
  2. Der im Oktober 2025 vereinbarte Verkauf der Sparte für rund 5,4 Milliarden US-Dollar steht damit auf der Kippe.
  3. ABB und SoftBank arbeiten laut ABB weiter an der Transaktion; konkrete nächste Schritte sind offen.
  4. China ist der größte Markt der Sparte, und mehr als 90 Prozent der für chinesische Kunden bestimmten Roboter werden dort gefertigt.

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China-Genehmigung wird zum entscheidenden Hindernis

Die chinesische Behörde für die Sicherheitsprüfung ausländischer Investitionen hat die Übernahme des China-Geschäfts der ABB-Robotiksparte durch SoftBank untersagt. ABB zufolge stehen beide Unternehmen weiterhin in engem Austausch. Ob sich das Verbot auf den gesamten Verkauf auswirkt oder eine geänderte Transaktionsstruktur möglich ist, blieb zunächst offen.

ABB hatte den Verkauf im Oktober 2025 vereinbart und den Unternehmenswert der Sparte mit rund 5,4 Milliarden US-Dollar angesetzt. Die EU-Kommission hatte der Übernahme bereits zugestimmt. Die Entscheidung aus China trifft jedoch einen zentralen Teil des Geschäfts: Das Land ist der größte Markt der Sparte, und ABB produziert den überwiegenden Teil der für chinesische Kunden bestimmten Roboter vor Ort.

Sicherheitsbedenken und Folgen für die Transaktion

Als mögliche Hintergründe wurden Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Produktionsdaten und geistigem Eigentum genannt. Demnach könnten chinesische Behörden befürchten, dass Daten ins Ausland gelangen. Diese Erwägungen sind als berichtete mögliche Motive einzuordnen; ABB hat die konkreten Folgen des Verbots für den Gesamtverkauf bislang nicht erläutert.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass nicht allein die grundsätzliche Genehmigung des Verkaufs zählt, sondern auch, wie das China-Geschäft, Daten und geistiges Eigentum künftig abgegrenzt würden. Für SoftBank bedeutet die Entwicklung eine erhebliche Unsicherheit bei einer strategisch wichtigen Übernahme: Ein Ausschluss oder eine Neuordnung des China-Geschäfts könnte den Umfang und die Bedingungen der Transaktion verändern. Aus den vorliegenden Angaben lässt sich jedoch weder ein endgültiges Scheitern noch ein konkreter finanzieller Schaden für SoftBank ableiten.

Auch ABBs Umbaupläne betroffen

ABB hatte ursprünglich einen Börsengang der Robotiksparte erwogen, stufte das SoftBank-Angebot aber als attraktiver ein. Der Schweizer Konzern erwartete aus dem Verkauf einen Nettoerlös von rund 5,3 Milliarden US-Dollar, der unter anderem für Übernahmen vorgesehen war. ABB hat kürzlich den Kauf des britischen Automatisierungsspezialisten Rotork für 5,5 Milliarden US-Dollar angekündigt und dabei auch auf die erwarteten Einnahmen aus dem Robotikverkauf verwiesen.

Fazit & Ausblick

Für den weiteren Verlauf sind eine mögliche Neuverhandlung, eine veränderte Abgrenzung des China-Geschäfts oder ein Scheitern des Verkaufs entscheidend. ABB und SoftBank haben bislang keine konkreten nächsten Schritte oder einen neuen Zeitplan genannt. Anleger sollten daher auf weitere Angaben beider Unternehmen achten, bevor sich die Folgen für SoftBanks Robotikstrategie verlässlich einschätzen lassen.

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