Siemens Aktie: KI-Kooperation mit Nvidia soll Fabriken bis zu 80 Prozent automatisieren

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Siemens und Nvidia zeigen in Erlangen, wie KI die Automatisierung von Fabriken voranbringen soll.
  2. Siemens-Manager Cedrik Neike hält mit KI einen Automatisierungsgrad von 70 bis 80 Prozent für möglich; bislang seien 30 bis 40 Prozent üblich.
  3. Das Elektronikwerk in Erlangen soll als Modell für weitere Siemens-Standorte und Kunden dienen.
  4. Digitale Zwillinge und Simulationen unterstützen unter anderem die Qualitätskontrolle und Produktionsplanung.

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Erlangen als Modell für KI in der Produktion

Siemens und Nvidia wollen Künstliche Intelligenz stärker in industrielle Abläufe integrieren. Das Erlanger Elektronikwerk dient dabei als Anschauungsbeispiel und soll nach den Vorstellungen von Siemens-Vorstandsmitglied Cedrik Neike auch als Blaupause für andere Werke und für Kunden funktionieren. Ziel ist, Prozesse schneller und flexibler zu machen – auch dann, wenn Produkte und Abläufe häufig wechseln.

Ein Beispiel ist die automatische optische Prüfung von Leiterplatten. Statt ein Prüfsystem für jede neue Konfiguration manuell einzurichten, können digitale Produkt- und Produktionsdaten genutzt werden, um mithilfe von Simulationen Bilder möglicher fehlerfreier und fehlerhafter Platten zu erzeugen. Digitale Zwillinge und Simulationen kommen außerdem bei der Produktionsplanung zum Einsatz, bei der Beschäftigte im Dialog mit KI-Agenten Optionen prüfen können.

Was die Automatisierungsziele bedeuten

Neike zufolge lassen sich Fabriken heute typischerweise zu 30 bis 40 Prozent automatisieren. Mit KI könnten künftig 70 bis 80 Prozent erreichbar sein. Das ist eine Einschätzung zum Potenzial der Technologie, kein für Siemens verbindlich zugesagter Wert oder Zeitplan.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Siemens die KI-Partnerschaft nicht nur als Produktentwicklung, sondern als Ansatz für eine breitere Anwendung in der Industrie positioniert. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zunächst eine strategische Perspektive: Digitale Zwillinge und KI könnten Siemens’ Automatisierungsangebot stärken. Ob daraus ein messbarer Ergebnisbeitrag entsteht, hängt jedoch von der Umsetzung, der Übertragbarkeit auf weitere Werke und der Nachfrage von Kunden ab; konkrete Umsatz- oder Gewinnziele wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

Fazit & Ausblick

Im nächsten Schritt wird entscheidend sein, ob sich die in Erlangen gezeigten Anwendungen auf weitere Produktionsstätten übertragen lassen und Kunden sie im industriellen Maßstab einsetzen. Die genannten Automatisierungsgrade beschreiben ein mögliches Potenzial; konkrete Rollout-Termine oder finanzielle Ziele liegen nicht vor.

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