Service Corporation Intl. Aktie: Gewinnprognose für 2026 deutlich gesenkt
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Service Corporation International erzielte im dritten Quartal 1,107 Milliarden US-Dollar Umsatz und übertraf damit leicht die Schätzung.
- Das bereinigte EPS von 0,97 US-Dollar blieb unter den erwarteten 0,991 US-Dollar.
- SCI senkte die bereinigte EPS-Prognose für 2026 auf 3,94 bis 4,04 US-Dollar, bestätigte aber den operativen Cashflow-Ausblick.
- Als Belastungen nennt das Unternehmen geringere Bestattungsvolumina sowie höhere Gesundheits- und Vertriebskosten.
Marktanalyse & Details
Umsatz über Erwartung, Gewinn je Aktie darunter
Der US-Bestattungsdienstleister meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 1,107 Milliarden US-Dollar. Damit lag SCI knapp über der Markterwartung von 1,101 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte dagegen 0,97 US-Dollar und verfehlte den Konsens von 0,991 US-Dollar.
Der bereinigte operative Cashflow betrug 296,9 Millionen US-Dollar und wuchs im Jahresvergleich zweistellig. Im Bestattungssegment stiegen die durchschnittlichen Erlöse je Dienstleistung bei stabilen Fallzahlen. Das Friedhofssegment verzeichnete bei vergleichbaren Umsätzen ein Plus von 4 Prozent, gestützt durch höhere Erlöse aus im Voraus verkauften Grabstätten, Waren und Dienstleistungen.
Jahresausblick wegen Kosten und Volumen gesenkt
SCI erwartet für das Geschäftsjahr 2026 nun ein bereinigtes EPS von 3,94 bis 4,04 US-Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 4,10 bis 5,30 US-Dollar gelegen; der Analystenkonsens lag bei 4,19 US-Dollar. Für das vierte Quartal stellt das Unternehmen 1,10 bis 1,20 US-Dollar je Aktie in Aussicht, ebenfalls weniger als die erwarteten 1,33 US-Dollar.
Als Gründe führt SCI niedrigere Bestattungsvolumina als ursprünglich angenommen sowie höhere Gesundheitskosten und höhere Ausgaben für Verkaufsvergütungen, Werbung und Marketing an. Diese Aufwendungen unterstützen den Ausbau der Vorverkäufe, belasten laut Unternehmen aber zunächst das Ergebnis. SCI rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum im Jahresvergleich.
Cashflow-Ausblick bleibt bestehen
- Prognose für den bereinigten operativen Cashflow: Mittelpunkt von 1,085 Milliarden US-Dollar.
- Erwartete Instandhaltungsinvestitionen: 335 Millionen US-Dollar.
- Prognostizierter bereinigter Free Cashflow: rund 750 Millionen US-Dollar.
Analysten-Einordnung: Die Senkung der EPS-Spanne und der schwächere Ausblick für das vierte Quartal zeigen, dass Kosten und geringere Fallzahlen die kurzfristige Ertragskraft stärker beeinträchtigen als der leicht über den Erwartungen liegende Umsatz vermuten lässt. Dass SCI die Cashflow-Prognose beibehält, ist ein stabilisierender Faktor. Die Investitionen in Vorverkäufe könnten später zusätzliche Erlöse bringen; entscheidend wird sein, ob daraus ausreichend Umsatz entsteht, um den aktuellen Kostendruck auszugleichen.
Im nachbörslichen Handel lag die Aktie am 28. Oktober bei 71,62 Euro und damit 3,11 Prozent unter dem Vortagesschluss. Seit Jahresbeginn stand sie zu diesem Zeitpunkt dennoch 8,35 Prozent im Plus.
Fazit & Ausblick
Für Anleger stehen nun die Entwicklung der Bestattungsvolumina und die Kostenkontrolle im Vordergrund. SCI erwartet für 2026 weiterhin Umsatzwachstum und hält an seiner Cashflow-Prognose fest, doch die gesenkte EPS-Spanne signalisiert geringere Gewinne als bislang angenommen. Ein konkreter Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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