Santander Aktie: Bereinigter Quartalsgewinn steigt um 19 Prozent
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Santanders bereinigter Gewinn stieg im dritten Quartal um 19 Prozent auf 3,85 Milliarden Euro.
- Die Erträge legten um 12 Prozent auf 15,89 Milliarden Euro zu, blieben aber unter der Marktschätzung.
- Akquisitionsbedingte Einmalkosten drückten den ausgewiesenen Nettogewinn leicht auf 3,40 Milliarden Euro.
- Die Bank bestätigte ihre Jahresziele; nach den Zahlen geriet die Aktie unter Druck.
Marktanalyse & Details
Erträge und Gewinn entwickeln sich unterschiedlich
Banco Santander steigerte im dritten Quartal den bereinigten Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 3,85 Milliarden Euro. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie von 0,26 Euro übertraf die Schätzung von 0,236 Euro. Die Erträge wuchsen um 12 Prozent auf 15,89 Milliarden Euro, verfehlten damit jedoch die Erwartung von 16,18 Milliarden Euro.
Unter dem Strich sank der Nettogewinn leicht von 3,43 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf 3,40 Milliarden Euro. Als Belastung nennt Santander Einmalkosten im Zusammenhang mit der Übernahme der US-Bank Webster. Der Zukauf trug zugleich zum Wachstum des bereinigten Ergebnisses bei.
Margen und Brasilien im Fokus
Die Aktie fiel nach der Veröffentlichung der Zahlen um 3,3 Prozent. RBC verwies auf etwas schwächere Margen und richtete den Blick auf die Entwicklung in Brasilien. ODDO BHF senkte das Kursziel leicht von 14,40 auf 14,30 Euro, bestätigte aber die Einstufung „Outperform“.
Analysten-Einordnung: Die Ergebnisse zeigen, dass das Gewinnwachstum derzeit stärker ausfällt als das Wachstum der Erträge; zugleich liegen die Erträge unter den Erwartungen und Margen bleiben ein möglicher Belastungsfaktor. Dies deutet darauf hin, dass der Markt nicht allein auf den höheren bereinigten Gewinn schaut, sondern auch auf dessen Qualität und die Entwicklung in wichtigen Märkten. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die bestätigten Ziele zwar Rückhalt geben, die Integration von Webster und die Margenentwicklung aber entscheidend für die weitere Bewertung bleiben.
Jahresziele bestätigt
Santander bekräftigte die Finanzziele für 2026, darunter eine angestrebte Eigenkapitalrendite (RoTE) von rund 16 Prozent. Damit hält das Management trotz der unter den Erwartungen liegenden Erträge an seinem Jahresausblick fest.
Fazit & Ausblick
Der deutliche Zuwachs beim bereinigten Gewinn steht einem leichten Rückgang des ausgewiesenen Nettogewinns und einem Ertrags-Miss gegenüber. Im weiteren Verlauf dürften vor allem die Entwicklung der Margen, das Geschäft in Brasilien und die Einbindung von Webster darüber entscheiden, ob Santander die bestätigten Jahresziele erreicht.
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