SANDISK Aktie: Mizuho sieht Kaufchance und bestätigt 2.050-Dollar-Kursziel
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Mizuho bestätigt für SanDisk „Outperform“ und ein Kursziel von 2.050 US-Dollar.
- Die Analysten erwarten anhaltend hohe NAND-Preise und eine robuste Nachfrage durch KI-Rechenzentren.
- SanDisk baut laut Mizuho SSD-Lieferungen an Meta aus; weitere Hochläufe bei Alphabet und Oracle könnten folgen.
- Vor den anstehenden September-Quartalszahlen notierte die Aktie am 19. Oktober bei 1.210 Euro, 5,22 Prozent im Plus; seit Jahresbeginn liegt sie 19,33 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Mizuho setzt auf NAND-Knappheit und KI-Nachfrage
Mizuho hält die SanDisk-Aktie nach dem Rücksetzer für einen möglichen Kauf und bekräftigt die Einstufung „Outperform“ sowie das Kursziel von 2.050 US-Dollar. Die Einschätzung kommt vor SanDisks Veröffentlichung der Zahlen für das September-Quartal. Als Treiber nennen die Analysten den wachsenden Einsatz von NAND-Speicher in Rechenzentren, insbesondere für Key-Value-Caching und Anwendungen mit agentischer KI.
Auf der Angebotsseite erwartet Mizuho, dass NAND-Preise bis 2027 erhöht bleiben. Die weltweite Kapazität außerhalb Chinas dürfte weitgehend stagnieren; zugleich seien zusätzliche Wafer-Kapazitäten bei Anbietern außerhalb Chinas begrenzt. Die Analysten sehen zudem den chinesischen Hersteller YMTC bei fortschrittlichen SSD-Controllern und Basis-Dies im Nachteil.
SSD-Ausbau und langfristige Liefervereinbarungen
SanDisk steigert nach Einschätzung von Mizuho die Lieferungen von Enterprise-SSDs an Meta in der zweiten Hälfte 2026 und der ersten Hälfte 2027. Ein größerer Ausbau bei Alphabet sei möglich. Alphabet und Oracle könnten demnach ab der zweiten Hälfte 2027 bis 2028 zu wichtigen Wachstumstreibern werden.
Die langfristigen NAND-Bit-Vereinbarungen mit acht Kunden aus Rechenzentren und dem Edge-Bereich schaffen laut Mizuho zusätzliche Umsatzsichtbarkeit. Die Analysten beziffern den vertraglichen Umsatzboden auf 93,9 Milliarden US-Dollar und die verbleibenden Leistungsverpflichtungen auf 59,8 Milliarden US-Dollar; außerdem nennen sie finanzielle Garantien von 16,5 Milliarden US-Dollar. Rund die Hälfte der Bits sei bis zum Geschäftsjahr 2027 vertraglich gebunden, im Geschäftsjahr 2028 etwa zwei Drittel. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit liege bei mehr als vier Jahren.
Analysten-Einordnung und Bewertungsannahmen
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Mizuho SanDisk nicht nur als kurzfristigen Profiteur steigender Speicherpreise betrachtet, sondern auch auf längerfristige Lieferbeziehungen und den wachsenden Enterprise-SSD-Anteil setzt. Eine Verlagerung von NAND-Kapazität zu SLC-Speicher könnte das Angebot zusätzlich verknappen: Mizuho schätzt, dass eine Verschiebung von fünf Prozent der Kapazität eine branchenweite Unterversorgung von rund 1,5 Prozent bewirken könnte. Die gemeinsame K2-Fabrik von SanDisk und Kioxia in Iwate soll 2027 bis 2028 hochgefahren werden; beide Unternehmen liefern zusammen nach Schätzung der Analysten etwa 25 bis 30 Prozent der globalen NAND-Wafer.
Das Kursziel von 2.050 US-Dollar beruht laut Mizuho auf dem rund Neunfachen der erwarteten SanDisk-Gewinne je Aktie für das Geschäftsjahr 2027. Die Analysten bezeichnen diesen Ansatz im Vergleich zum etwa 17-fachen Bewertungsmultiplikator des SOX-Halbleiterindex als konservativ. Für Anleger bleibt entscheidend, ob Nachfrage, Preise und die angekündigten SSD-Lieferausweitungen die Erwartungen tatsächlich erfüllen. Das Kursziel ist eine Analystenschätzung und keine Garantie für die künftige Kursentwicklung.
Fazit & Ausblick
Vor den September-Quartalszahlen stehen die NAND-Preisentwicklung und der Hochlauf der Enterprise-SSD-Lieferungen im Fokus. Mizuho sieht durch KI-Nachfrage, begrenztes Angebot und längerfristige Kundenverträge weiteres Potenzial; der Zeitpunkt der nächsten Ergebnisveröffentlichung ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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