Safran Aktie: Banken senken Kursziele nach Quartalsbericht, bleiben überwiegend positiv
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Deutsche Bank, Barclays, JPMorgan, RBC und Jefferies senken ihre Kursziele für Safran.
- Die neuen Ziele liegen zwischen 300 und 410 Euro; die Ratings reichen von „Hold“ bis „Buy“.
- Safrans bereinigter Umsatz stieg im dritten Quartal um 15 Prozent auf 9 Milliarden Euro.
- Nach dem Kursrutsch am Freitag zeigte die Aktie am Montagmorgen erste Erholungstendenzen.
Marktanalyse & Details
Kursziele nach dem Quartalsbericht reduziert
Mehrere Banken haben ihre Erwartungen an Safran zurückgenommen. Die Deutsche Bank senkte ihr Kursziel von 398 auf 350 Euro und bestätigte „Buy“. Barclays reduzierte das Ziel von 390 auf 350 Euro bei „Overweight“. JPMorgan ging von 460 auf 410 Euro zurück, RBC von 400 auf 375 Euro; beide bekräftigten ihre positive Einstufung. Jefferies senkte das Kursziel von 340 auf 300 Euro und hält an „Hold“ fest.
Die Änderungen folgen auf den deutlichen Rückgang der Aktie nach dem Quartalsbericht. Am Freitag verlor sie rund 9 Prozent und fiel auf den tiefsten Stand seit Mai. Am Montagmorgen gab es zunächst eine Gegenbewegung: Der angegebene Kurs lag um 08:28 Uhr bei 274,10 Euro und damit 0,26 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn steht die Aktie dennoch 7,4 Prozent im Minus.
Wachstum, aber verhaltene Signale
Safran steigerte den bereinigten Umsatz im dritten Quartal im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 9 Milliarden Euro. Das Unternehmen lieferte von Juli bis September 535 LEAP-Triebwerke aus, rund 5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach neun Monaten lag das Umsatzwachstum bei 17,5 Prozent; der Ausblick wurde jedoch lediglich bestätigt.
Am Markt trafen die Zahlen auf gemischte Einschätzungen: Das Geschäft mit Luft- und Raumfahrtantrieben blieb etwas hinter den Erwartungen zurück, während das Rüstungsgeschäft Stärke zeigte. Zudem sorgten Hinweise auf eine Abschwächung im margenstarken Wartungsgeschäft für Aufmerksamkeit.
Analysten-Einordnung: Die Kurszielsenkungen zeigen, dass die Banken die kurzfristigen Risiken und die geringere Dynamik in Teilen des Triebwerksgeschäfts stärker gewichten. Zugleich bleiben die meisten Bewertungen positiv, und selbst das niedrigste neue Kursziel liegt über dem aktuellen Kurs. Das ist jedoch keine Garantie für eine Erholung: Für Anleger bedeutet die Entwicklung, dass Wachstum und Auftragslage allein derzeit nicht ausreichen, um Zweifel an der Qualität des Ausblicks auszuräumen.
Fazit & Ausblick
Die Erholung am Montagmorgen ändert noch nichts daran, dass Safran nach dem Quartalsbericht unter erhöhtem Bewertungs- und Erwartungsdruck steht. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen bei den nächsten Geschäftszahlen die Entwicklung im Wartungsgeschäft präzisiert und den bestätigten Ausblick mit einer stabilen operativen Entwicklung untermauert. Ein Termin für die nächste Ergebnisveröffentlichung ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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