RWE erwartet volle Kraftwerkskapazität nach Angriff auf Umspannwerk erst kommende Woche
Kurzüberblick
- RWE Power hat nach dem Angriff auf ein Umspannwerk in Bergheim drei von fünf Kraftwerksblöcken wieder ans Netz gebracht.
- Block Niederaußem G soll am Wochenende, Block Niederaußem K nach zusätzlichen Prüfungen voraussichtlich am Dienstag folgen.
- Die allgemeine Stromversorgung blieb nach bisherigen Erkenntnissen trotz der Störung ohne Ausfälle.
- Analysten bestätigten ihre Kaufempfehlungen und hoben das Kursziel für RWE auf 75 Euro an.
Marktanalyse & Details
Kraftwerksbetrieb bleibt bis kommende Woche eingeschränkt
RWE Power rechnet nach dem Angriff auf das Umspannwerk in Bergheim erst im Laufe der kommenden Woche wieder mit voller Kraftwerkskapazität. Drei der insgesamt fünf betroffenen Blöcke sind bereits am Netz.
Für Block Niederaußem G ist der Wiederanlauf am Wochenende vorgesehen. Block Niederaußem K benötigt zusätzliche Prüfungen und soll voraussichtlich am Dienstag wieder zugeschaltet werden. Damit bleibt die operative Verfügbarkeit des Kraftwerksparks kurzfristig unter dem Normalniveau.
Keine Hinweise auf flächendeckenden Stromausfall
Die Polizei geht bei der Störung an einem Umspannwerk des Netzbetreibers von einer vorsätzlichen Tat aus. Die Ermittlungen werden in Abstimmung mit dem Netzbetreiber und RWE geführt. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die allgemeine Stromversorgung nicht unterbrochen.
Der Vorfall steht zudem in einem Umfeld weiterer Störungen an Höchstspannungsleitungen, darunter ausgelöste Kurzschlüsse nahe dem Kraftwerk Jänschwalde. Eine abschließende Bewertung der Ursachen oder möglicher Zusammenhänge liegt bislang nicht vor.
Analysten sehen RWE weiterhin positiv
Zwei Investmenthäuser haben ihre Kaufempfehlungen für RWE bestätigt und das Kursziel auf 75 Euro angehoben. Eines der Häuser nahm die Aktie zusätzlich in eine europäische Überzeugungsliste auf.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt die aktuelle Kraftwerksstörung vor allem als zeitlich begrenztes Betriebsrisiko und nicht als grundlegende Belastung für die RWE-Strategie bewertet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die geplanten Wiederanläufe der fünf Blöcke nun der wichtigste kurzfristige operative Prüfstein sind. Entscheidend wird sein, ob die zusätzlichen Sicherheitsprüfungen ohne weitere Verzögerungen abgeschlossen werden.
Aktie behauptet den Jahresgewinn
Die RWE-Aktie notierte am 3. September nahezu unverändert und lag im bisherigen Jahresverlauf rund 27,85 Prozent im Plus. Die geringe Tagesbewegung trotz der Nachricht spricht dafür, dass die zeitweise eingeschränkte Kapazität bislang keine deutliche Neubewertung am Markt ausgelöst hat.
Fazit & Ausblick
Mit dem geplanten Wiederanlauf von Block G am Wochenende und Block K am Dienstag rückt die vollständige Wiederherstellung der Kraftwerkskapazität in den Mittelpunkt. Anleger sollten vor allem auf die Bestätigung dieser Termine und auf neue Erkenntnisse zu den Ermittlungen rund um das Umspannwerk achten.
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