RTX Aktie: Raytheon stockt US-Vertragsobergrenzen um 740 Millionen Dollar auf

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Raytheon erhielt für die Betreuung der Small Diameter Bomb II eine Vertragsaufstockung um 350 Millionen US-Dollar.
  2. Die Obergrenze dieses Vertrags steigt damit auf 950 Millionen US-Dollar; zum Zeitpunkt der Änderung wurden keine Mittel bereitgestellt.
  3. Ein weiterer Auftrag für Radarunterstützung erhält eine zweijährige Verlängerung und eine höhere Obergrenze von 3 Milliarden US-Dollar.
  4. Die beiden Änderungen erhöhen die Vertragsobergrenzen zusammen um 740 Millionen US-Dollar, sind aber nicht mit garantierten Umsätzen gleichzusetzen.

Marktanalyse & Details

Mehr Spielraum für Bombenwartung

Das US-Kriegsministerium erhöhte am 22. Oktober den Höchstwert des bestehenden Vertrags zur Unterstützung des Lebenszyklus der Small Diameter Bomb II (GBU-53/B) um 350 Millionen US-Dollar. Das kumulative Vertragsvolumen steigt dadurch von 600 auf 950 Millionen US-Dollar. Die Arbeiten sollen in Tucson, Arizona, bis zum 31. Dezember 2030 abgeschlossen sein. Bei der Vertragsänderung wurden zunächst keine Mittel bereitgestellt.

Radarvertrag wird verlängert

Eine weitere Änderung betrifft die Betriebs- und Instandhaltungsunterstützung für Radarüberwachungssysteme des US-Heeres und der Marine. Die Vertragsobergrenze steigt von 2,61 auf 3 Milliarden US-Dollar. Zudem verlängert sich der Bestellzeitraum um zwei Jahre bis zum 31. Oktober 2028. Für erste Aufträge im Haushaltsjahr 2027 sollen 112,31 Millionen US-Dollar bereitgestellt werden.

Analysten-Einordnung: Die höheren Obergrenzen und die längere Laufzeit stärken die Sichtbarkeit des staatlichen Auftragsbestands von RTX. Sie belegen jedoch nicht, dass das gesamte zusätzliche Volumen abgerufen oder als Umsatz verbucht wird: Beim Bombenvertrag flossen zunächst keine Mittel, während beim Radarauftrag konkrete Mittel an einzelne Aufträge gebunden sind. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung daher vor allem eine längerfristige Auftragsbasis – nicht automatisch einen gleich hohen kurzfristigen Umsatz- oder Gewinnbeitrag.

Lieferfähigkeit bleibt ein wichtiger Faktor

Parallel steht RTX im zivilen Triebwerksgeschäft unter Druck: Airbus-Chef Guillaume Faury kritisierte wiederholt Pratt & Whitney, einen Teil des RTX-Konzerns, wegen zu geringer Lieferungen für den Produktionsausbau. Das unterstreicht, dass neben dem wachsenden Verteidigungsauftragsbestand auch die Fähigkeit zählt, zivile und militärische Verpflichtungen zuverlässig zu erfüllen.

Fazit & Ausblick

Die Vertragsänderungen erweitern das mögliche Auftragsvolumen bei RTX und sichern Radarleistungen länger ab. Entscheidend für die finanzielle Wirkung wird sein, in welchem Umfang die US-Regierung die Vertragsobergrenzen tatsächlich ausschöpft und wie die Mittel über die Laufzeit abgerufen werden. Anleger sollten außerdem die Entwicklung der Pratt-&-Whitney-Lieferungen im Blick behalten.

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