RTX Aktie: Collins vergibt 16-Mio.-Dollar-Auftrag für Navy-GPS-Upgrade an BAE

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Collins Aerospace beauftragte BAE Systems am 1. Oktober mit der Entwicklung einer M-Code-GPS-Lösung für die US Navy.
  2. Der Auftrag hat einen Wert von 16 Millionen US-Dollar und betrifft das Joint Precision Approach and Landing System (JPALS).
  3. BAE soll mit einem störfesten Digital-GPS-Empfänger die Präzisionslandungen unter schwierigen Bedingungen absichern.
  4. Der Auftrag folgt auf weitere US-Verteidigungsaufträge für RTX-Geschäftsbereiche, darunter einen Radarvertrag über 511,5 Millionen US-Dollar.

Marktanalyse & Details

GPS-Modernisierung für Präzisionslandungen

Collins Aerospace, ein Geschäftsbereich von RTX, hat BAE Systems mit der Entwicklung einer M-Code-fähigen GPS-Lösung für das Joint Precision Approach and Landing System der US Navy beauftragt. BAE liefert dafür seinen Digital GPS Anti-Jam Receiver. Das M-Code-Signal soll die Widerstandsfähigkeit gegen Störungen verbessern und so präzise Landungen in unterschiedlichen Einsatzumgebungen unterstützen.

Wichtig für die Einordnung: Die 16 Millionen US-Dollar sind der Wert des Auftrags an BAE Systems, nicht ein ausgewiesener Umsatz von RTX. Collins Aerospace tritt hier als Auftraggeber und Systempartner auf. Angaben zum Zeitplan oder zu möglichen Folgeaufträgen wurden nicht genannt.

Einordnung im Umfeld weiterer Verteidigungsaufträge

Der Auftrag kommt in einer Phase, in der RTX-Unternehmen weitere Beschaffungsaufträge der US-Streitkräfte erhalten. Am 30. September wurde Raytheon Missiles and Defense eine Vertragsänderung im Umfang von rund 511,5 Millionen US-Dollar für Radare der AN/SPY-6(V)-Familie und Ersatzteile zugesprochen. Ende September erhielt Raytheon zudem einen mehrjährigen AMRAAM-Auftrag mit einem Höchstwert von rund 20,7 Milliarden US-Dollar; die Arbeiten sollen bis 2033 laufen.

Analysten-Einordnung: Der BAE-Auftrag ist für RTX vor allem strategisch relevant, weil er die Rolle von Collins Aerospace in einem wichtigen Navy-System unterstreicht. Der Betrag ist im Vergleich zu den großen Raketen- und Radaraufträgen jedoch klein und lässt sich nicht als direkter RTX-Umsatz verbuchen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eher einen Hinweis auf die fortlaufende Modernisierung militärischer Systeme als einen eigenständigen kurzfristigen Ergebnistreiber.

Fazit & Ausblick

Im Mittelpunkt steht nun die Umsetzung der M-Code-Integration und die Frage, ob daraus weitere Entwicklungs- oder Beschaffungsaufträge entstehen. Für die RTX-Aktie dürften die größeren, direkt an Raytheon vergebenen Programme finanziell deutlich gewichtiger sein. Konkrete Termine für den Abschluss des BAE-Auftrags wurden nicht veröffentlicht.

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