Rheinmetall: Hamburgs Senatorin erwartet neue Marine-Aufträge für Blohm+Voss
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Das Wichtigste in Kürze
- Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard rechnet mit neuen Marine-Aufträgen für Werften in Hamburg und Wolgast.
- Rheinmetalls Werft Blohm+Voss ist nach Einschätzung Leonhards kurzfristig ausgelastet; längerfristig sieht sie Handlungsbedarf.
- Das Verteidigungsministerium stoppte im Juni den Bau der Fregatten des Typs F126.
- Den neuen Fregattenauftrag erhielt die Kieler Werftengruppe TKMS, die Schiffe des Typs Meko A-200 DEU bauen soll.
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Senatorin wirbt für weitere Aufträge in Hamburg
Melanie Leonhard erwartet, dass das Verteidigungsministerium bei künftigen Marineprojekten auch Hamburger Werften und die Peene-Werft in Wolgast berücksichtigt. Der Bund solle vermeiden, bei wichtigen Beschaffungen von nur einem Anbieter abhängig zu sein, sagte die Wirtschaftssenatorin. Eine konkrete Auftragsvergabe an Blohm+Voss ist damit jedoch nicht angekündigt.
Die Hamburger Werft gehört zu Rheinmetall. Leonhard zufolge ist ihre Auslastung zunächst gesichert: Dort entstehen Flottendienstboote, außerdem werden Korvetten ausgestattet. Zum längerfristigen Bedarf äußerte sie sich zurückhaltender und verwies darauf, dass die Auslastung eher perspektivisch als unmittelbar zum Thema werde.
Fregattenwechsel verändert die Perspektive
Im Juni hatte das Verteidigungsministerium den Bau von sechs Fregatten des Typs F126 gestoppt. An dem Vorhaben war die NVL Group beteiligt, die Rheinmetall übernommen hatte; gebaut werden sollte in Hamburg, Wolgast und Kiel. Den neuen Auftrag erhielt TKMS. Die Werftengruppe soll Fregatten des Typs Meko A-200 DEU bauen und verfügt bereits über einen hohen Auftragsbestand.
Analysten-Einordnung: Die Aussagen Leonhards markieren eine mögliche Chance für Blohm+Voss, aber noch keinen Auftragseingang. Entscheidend wird sein, ob das Ministerium künftige Marinebeschaffungen tatsächlich auf mehrere Werften verteilt und welche Projekte technisch sowie zeitlich für Hamburg infrage kommen. Für Rheinmetall bedeutet die kurzfristig gesicherte Arbeit eine gewisse Planungssicherheit; der langfristige Beitrag zum Geschäft bleibt ohne konkrete Vergaben offen.
Fazit & Ausblick
Für die weitere Entwicklung sind Entscheidungen des Verteidigungsministeriums zu kommenden Marineprojekten maßgeblich. Bis konkrete Ausschreibungen oder Vergaben vorliegen, bleibt Leonhards Erwartung ein politisches Signal und keine gesicherte Umsatzperspektive für Blohm+Voss oder Rheinmetall.
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