Kinross Gold senkt Produktionsausblick für 2026 und 2027 – Aktie fällt deutlich
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Kinross Gold erwartet 2026 und 2027 jeweils 1,84 bis 1,86 Millionen Unzen Goldäquivalent – weniger als bislang geplant.
- Für das dritte Quartal rechnet der Konzern mit einer Produktion von rund 425.000 Unzen Goldäquivalent.
- Die Kostenprognose für 2026 steigt; zugleich will Kinross 50 Prozent des freien Cashflows an Aktionäre zurückgeben.
- Die Aktie verlor am 24. September im Handel an der Lang & Schwarz Exchange 9,75 Prozent auf 21,84 Euro.
Marktanalyse & Details
Produktionsziele unter Druck
Kinross Gold hat seinen Ausblick für die zurechenbare Jahresproduktion angepasst. Für 2026 und 2027 erwartet der Goldproduzent nun jeweils 1,84 bis 1,86 Millionen Unzen Goldäquivalent. Damit liegt die Prognose 2 bis 3 Prozent unter dem unteren Ende der bisherigen Zielspanne. Die Kürzung für 2026 entfällt vor allem auf die kleineren Minen La Coipa und Round Mountain. Als Gründe nennt das Unternehmen extremes Wetter und operative Schwierigkeiten.
Für das dritte Quartal stellt Kinross eine Produktion von etwa 425.000 Unzen Goldäquivalent in Aussicht. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun Verkaufskosten von 1.420 bis 1.460 US-Dollar je verkaufter Unze Goldäquivalent. Die All-in-Sustaining-Kosten sollen bei 1.850 bis 1.900 US-Dollar je Unze liegen. Die gesamten Betriebs- und Investitionskosten für 2026 seien trotz höherer Ölpreise weiterhin im Plan.
Höhere Rückflüsse an Aktionäre
Parallel hebt Kinross sein Rückführungsziel für 2026 an: 50 Prozent des freien Cashflows sollen an die Aktionäre fließen, nach zuvor 40 Prozent. Das entspricht einer Erhöhung um zehn Prozentpunkte beziehungsweise 25 Prozent gegenüber dem bisherigen Ziel. Bislang hat das Unternehmen 2026 rund 800 Millionen US-Dollar zurückgegeben, darunter etwa 655 Millionen US-Dollar durch Aktienrückkäufe. Seit dem ersten Quartal 2025 summieren sich die Rückflüsse auf mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar; zugleich kaufte Kinross mehr als 4 Prozent der ausstehenden Aktien zurück.
Analysten-Einordnung: Die niedrigere Produktionsprognose und höhere Kosten je Unze können die kurzfristigen Erwartungen an die operative Entwicklung belasten. Das gilt besonders, wenn die geringere Förderung nicht durch höhere Goldpreise oder Produktivitätsverbesserungen ausgeglichen wird. Die erhöhte Kapitalrückführung ist zwar ein positives Signal für Aktionäre, ersetzt aber keine stabile Produktionsentwicklung. Für Anleger wird daher entscheidend sein, ob Kinross die operativen Probleme an La Coipa und Round Mountain behebt und die angehobenen Kostenspannen einhält.
Fazit & Ausblick
Kinross erwartet für das dritte Quartal rund 425.000 Unzen Goldäquivalent; die vollständigen Jahresziele bleiben durch die jüngste Anpassung anspruchsvoller. Anleger dürften besonders auf die weitere Produktion, die Entwicklung der Kosten je Unze und die Umsetzung des Rückführungsziels achten. Einen konkreten Termin für die nächsten Quartalszahlen enthalten die vorliegenden Angaben nicht.
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