Regeneron Pharmaceuticals Aktie: UBS stuft auf Kaufen hoch und hebt Kursziel auf 978 Dollar
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- UBS hebt Regeneron von „Neutral“ auf „Kaufen“ und erhöht das Kursziel von 660 auf 978 US-Dollar.
- Die Bank sieht die nächsten Dupixent-Kandidaten und eine mögliche Exklusivität über 2031 hinaus im Aktienkurs nicht ausreichend berücksichtigt.
- In der OPTIMA-Studie zeigten sich bei Pasatru nach 84 Wochen weniger neue Knochenherde und Krankheitsschübe als unter Placebo.
- Eine Folgestudie zu Pasatru bei Kindern und Jugendlichen soll noch in diesem Jahr beginnen.
Marktanalyse & Details
UBS sieht Aufwertungspotenzial
UBS hat die Beobachtung von Regeneron aufgenommen und die Aktie dabei von „Neutral“ auf „Kaufen“ hochgestuft. Zugleich setzte die Bank das Kursziel auf 978 US-Dollar herauf, nach zuvor 660 US-Dollar. Zur Begründung verweist UBS auf die Pipeline rund um Dupixent: Die nächste Generation von Wirkstoffkandidaten könnte nach Einschätzung des Analysten helfen, eine mögliche Lücke durch den Verlust exklusiver Vermarktungsrechte zu überbrücken. Zudem hält UBS eine Exklusivität von Dupixent über 2031 hinaus für möglich.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass UBS die langfristige Ertragskraft von Regeneron nicht allein an den heutigen Umsätzen mit Dupixent misst, sondern auch an der Fähigkeit, den Produktlebenszyklus durch neue Kandidaten und längere Exklusivität zu stützen. Für Anleger bedeutet die Hochstufung jedoch keine Gewissheit: Pipeline-Erfolg, Zulassungen und die tatsächliche Dauer des Patentschutzes bleiben entscheidende Unsicherheiten. Das deutlich angehobene Kursziel spiegelt daher die optimistischere Einschätzung von UBS wider, nicht einen garantierten Aktienkurs.
Die Regeneron-Aktie legte am 14. Oktober im Handel an der Lang & Schwarz Exchange um 3,71 Prozent zu. Die Bewegung fiel zeitlich mit der UBS-Einstufung zusammen; aus den vorliegenden Angaben lässt sich aber nicht ableiten, welcher Anteil des Kursanstiegs direkt auf die Studie zurückging.
Pasatru liefert längerfristige Studiendaten
Zusätzlichen Pipeline-Kontext liefern die 84-Wochen-Ergebnisse der Phase-3-Studie OPTIMA zu Pasatru bei Erwachsenen mit Fibrodysplasia ossificans progressiva (FOP). Von Woche 56 bis Woche 84 wurden in der Pasatru-Gruppe keine neuen heterotopen Ossifikationsherde festgestellt, gegenüber neun unter Placebo. Bei den ärztlich beurteilten Krankheitsschüben wurden im selben Zeitraum ein Fall unter der 10-mg/kg-Dosis, 14 unter 3 mg/kg und 17 unter Placebo erfasst.
- Die Studie schloss 63 Erwachsene ein; 58 nahmen an der verblindeten Verlängerungsphase bis mindestens Woche 84 teil.
- Das Sicherheitsprofil entsprach laut Unternehmen im Allgemeinen den Beobachtungen nach 56 Wochen.
- Haut- und Weichteilinfektionen traten dosisabhängig häufiger auf, führten laut Studiendaten aber zu keinem Behandlungsabbruch; es wurden keine Todesfälle berichtet.
Pasatru wurde in den USA auf Grundlage der 56-Wochen-Daten zugelassen. Ein europäischer Zulassungsantrag wird laut den vorliegenden Angaben von der Europäischen Arzneimittel-Agentur geprüft. Die längeren Studiendaten sind ermutigend, sollten angesichts der kleinen Patientenzahl und der begrenzten Verlängerungsphase aber nicht als Beleg für einen breiten kommerziellen Erfolg verstanden werden.
Fazit & Ausblick
Die UBS-Hochstufung rückt die langfristige Perspektive für Dupixent und Regenerons Pipeline in den Mittelpunkt. Pasatru ergänzt das Bild mit positiven längerfristigen Studiendaten, bleibt aber ein eigenständiges Entwicklungs- und Vermarktungsthema. Ein nächster möglicher Meilenstein ist der geplante Start der Phase-3-Studie OPTIMA 2 bei Kindern und Jugendlichen mit FOP noch in diesem Jahr. Für die Aktie dürften außerdem weitere Fortschritte bei den Dupixent-Kandidaten und Klarheit über die europäische Prüfung von Pasatru wichtig sein.
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