Qualcomm Aktie: Schwache Smartphone-Nachfrage drückt Quartalserwartungen

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Qualcomm veröffentlicht heute nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das September-Quartal.
  2. Für das Dezember-Quartal erwartet Bernstein 10,2 Milliarden US-Dollar Umsatz und 2,21 US-Dollar Gewinn je Aktie – weniger als der Marktkonsens.
  3. Die weltweiten Smartphone-Auslieferungen sanken im September-Quartal laut Bernstein binnen Jahresfrist um 22 Prozent.
  4. Bernstein senkte seine Prognose für das Geschäftsjahr 2027 und das Kursziel von 165 auf 155 US-Dollar.

Marktanalyse & Details

Dezember-Prognose unter Markterwartung

Im Mittelpunkt des anstehenden Quartalsberichts dürfte neben den Zahlen für das zum September beendete Quartal der Ausblick stehen. Für das Dezember-Quartal rechnet Bernstein mit einem Umsatz von 10,2 Milliarden US-Dollar; der Marktkonsens liegt bei 10,6 Milliarden. Beim Gewinn je Aktie erwartet das Researchhaus 2,21 US-Dollar gegenüber 2,32 US-Dollar im Konsens.

Besonders das Kerngeschäft mit Mobiltelefon-Chips steht unter Druck: Für das Segment QCT prognostiziert Bernstein im Dezember-Quartal rund 8,7 Milliarden US-Dollar Umsatz, verglichen mit etwa 9,1 Milliarden im Konsens. Für das Lizenzgeschäft QTL liegen die Schätzungen mit 1,39 Milliarden US-Dollar annähernd auf dem Marktniveau von 1,40 Milliarden.

Smartphone-Markt verliert saisonalen Rückenwind

Die Branchenzahlen verschärfen die Unsicherheit. Die weltweiten Smartphone-Auslieferungen gingen im September-Quartal im Jahresvergleich um 22 Prozent zurück und sanken auch gegenüber dem Vorquartal deutlich – obwohl die Auslieferungen in dieser Saison üblicherweise steigen. Ohne Apple betrug der jährliche Rückgang laut Bernstein 26 Prozent. Hinzu kommen Belastungen durch den angespannten Speichermarkt, der die Smartphone-Produktion bremsen könnte.

Für das September-Quartal erwartet Bernstein 10,1 Milliarden US-Dollar Umsatz und 2,15 US-Dollar Gewinn je Aktie. Damit liegt die Umsatzschätzung auf Höhe der Konsensprognose und der Unternehmensvorgabe; beim Gewinn je Aktie entspricht sie der Unternehmensprognose und liegt knapp unter dem Konsens von 2,17 US-Dollar.

Prognosen für 2027 gekürzt, Rechenzentren als längerfristige Chance

Bernstein reduzierte seine Schätzung für das Geschäftsjahr 2027 auf 42,9 Milliarden US-Dollar Umsatz und 8,77 US-Dollar Gewinn je Aktie. Zuvor hatte das Researchhaus 44,9 Milliarden US-Dollar und 9,57 US-Dollar angesetzt; der Konsens liegt bei 45,1 Milliarden US-Dollar und 10,02 US-Dollar. Als Belastungsfaktoren nennt die Analyse erwartete Rückgänge bei Apple-Umsätzen von rund sechs Milliarden US-Dollar sowie ein Minus im hohen einstelligen Prozentbereich bei Android. Für Rechenzentren werden weiterhin etwa fünf Milliarden US-Dollar Wachstum angesetzt.

Bernstein senkte das Kursziel für die Qualcomm-Aktie von 165 auf 155 US-Dollar und bestätigte die Einstufung „Market-Perform“. Bezogen auf den Schlusskurs vom 30. Oktober entspricht das einem rechnerischen Rückgangspotenzial von rund sechs Prozent. Ein Kursziel ist eine Analystenschätzung und keine sichere Prognose.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der kurzfristige Bewertungsmaßstab für Qualcomm stärker von der Smartphone-Nachfrage und dem Ausblick auf das Dezember-Quartal abhängt als von der langfristigen Chance im Rechenzentrumsgeschäft. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Selbst robuste September-Zahlen könnten an Bedeutung verlieren, wenn die Unternehmensprognose die schwächeren Markttrends bestätigt. Die erwarteten Chips für Rechenzentren könnten ab dem Geschäftsjahr 2028 und 2029 zusätzlichen Gewinnbeitrag liefern; zunächst müssen sich jedoch die kurzfristigen Schätzungen an die schwächere Nachfrage anpassen.

Fazit & Ausblick

Der nächste entscheidende Termin ist die Veröffentlichung der September-Quartalszahlen heute nach US-Börsenschluss. Anleger dürften besonders auf die Prognose für das Dezember-Quartal, die Entwicklung im Android-Geschäft und konkrete Hinweise zum Anlauf der kundenspezifischen Rechenzentrum-Chips achten. Deren Umsatzbeitrag könnte wachsen, während niedrigere Bruttomargen den Gewinn zunächst langsamer steigen lassen.

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