Porsche Automobil Aktie: VW meldet Quartalsverlust von 5,8 Milliarden Euro
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Volkswagen weist für das dritte Quartal einen operativen Verlust von 5,8 Milliarden Euro aus, nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr.
- Die operative Marge des Konzerns fällt auf minus 7,8 Prozent; der Nettoverlust beträgt ebenfalls 5,8 Milliarden Euro.
- Der Netto-Cashflow im Autogeschäft sinkt auf 1,23 Milliarden Euro, verglichen mit 3,15 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.
- Die Porsche-Automobil-Vorzugsaktie notiert am 29. Oktober bei 24,49 Euro und liegt im Tagesverlauf 3,51 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Schwaches Quartal für den Volkswagen-Konzern
Volkswagen hat im dritten Quartal einen operativen Verlust von 5,8 Milliarden Euro verbucht. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus 1,3 Milliarden Euro betragen; die operative Marge verschlechterte sich von minus 1,6 auf minus 7,8 Prozent. Der Nettoverlust lag bei 5,8 Milliarden Euro nach 1,1 Milliarden Euro im Vorjahr und damit leicht über der genannten Markterwartung von 5,7 Milliarden Euro Verlust.
Auch der Netto-Cashflow im Autogeschäft ging deutlich zurück: Er erreichte 1,23 Milliarden Euro, gegenüber 3,15 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Bei den Marken entwickelten sich die Ergebnisse uneinheitlich: Die Kernmarke VW wechselte von einem operativen Gewinn von 373 Millionen Euro zu einem Verlust von 181 Millionen Euro. Audi erzielte im Quartal noch 29 Millionen Euro operativen Gewinn, nach 468 Millionen Euro; Skoda steigerte das Ergebnis dagegen auf 557 Millionen Euro von 505 Millionen Euro.
China-Geschäft bleibt ein Belastungsfaktor
Die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen trugen im Quartal einen operativen Verlust von 297 Millionen Euro bei. Im Vorjahresquartal hatten sie noch 238 Millionen Euro Gewinn erzielt. Volkswagen erwartet dort vor Abschreibungen nur noch ein Ergebnis an der Gewinnschwelle. Die Investitionsquote im Autogeschäft lag in den ersten neun Monaten bei 10,9 Prozent nach 11,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Analysten-Einordnung: Die Kombination aus starkem operativem Verlust, sinkendem Cashflow und schwächeren Beiträgen aus China weist auf Druck bei Ertragskraft und Mittelgenerierung hin. Für Anleger der Porsche Automobil Holding ist das relevant, weil die Entwicklung des Volkswagen-Konzerns die Bewertung ihrer Beteiligung beeinflussen kann. Die Zahlen allein erlauben jedoch keine Aussage über den künftigen Kurs der Holding-Aktie. Ihr Minus von 3,51 Prozent im Tagesverlauf steht zeitlich neben den VW-Zahlen, belegt aber für sich genommen keine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die Ursachen des hohen Quartalsverlusts und die Frage, ob sich Cashflow und Ergebnisbeiträge aus China stabilisieren. Die vorliegenden Angaben enthalten keinen konkreten neuen Ausblick oder Termin für die nächsten Geschäftszahlen. Bis dahin bleibt die operative Entwicklung bei Volkswagen ein wichtiger Einflussfaktor für die Einschätzung der Porsche-Automobil-Aktie.
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